Korrespondenz der Heraldikseite der Familie Meseberg  

Korrespondenz



 von Markus Habsburg-Lothringen
20.10.2020
 

Verehrte Freunde,



Vielleicht haben sie noch einen Grund nach Aachen zu fahren.. als diesen - aber dieser wäre auch sehr gut.



Sollte es einen Katalog geben, würde ich mich über einen freuen



mit herzlichen Grüßen,

Markus Habsburg und Familie



 von Markus Habsburg-Lothringen
22.09.2020
 

Ihnen, lieber Herr von Meseberg u. Familie,

herzlichen Dank für ihre heutige Zusendung ! Das ist ja doch etwas Ergänzung zu ihrem schon angesammelten Wissen. Da war ein fleißiger Helfer `zu Handen` und ich lasse ihn gerne grüßen.

Herzlich bei herrlichem Wetter , ihr Markus Habsburg



 von Uwe Meseberg
25.09.2020

Lieber Herr Habsburg,

kurz vor unserer Berlinreise noch eine kurze Information über das renovierte Schloss:

Schloss vor der Wende

es ist Schloss Meseberg, erbaut auf den Grundmauern des Rittersitzes unseres Ahn Heinrich von Meseberg im Land Brandenburg. Zur DDR-Zeit als Staatseigentum, nach der Wende über die Treuhand wie viele andere Anwesen auch für eine symbolische Deutsche Mark zum Kauf angeboten. Die Bundesrepublik hatte aber schon ein Auge auf das Abrissprojekt geworfen, plante man bereits ein Bundesgästehaus in der Nähe von Berlin. Die Messerschmitt-Stiftung kaufte daraufhin das Schloss und lies es für 25 Millionen Euro restaurieren und vermietete es an die Bundesrepublik für jährlich 1 symbolischen Euro. Die BRD zahlte für den Sicherheitstrakt weitere 15 Millionen Euro und muss bis auf weiteres für die Verwaltung und Nutzung aufkommen. Bei unserem Besuch im Bundeskanzleramt erklärten wir seinerzeit, dass die Familie Meseberg keinerlei Ansprüche an das Anwesen stellt, der Name Meseberg aber - auch bezogen auf die dortige Ortschaft Meseberg - unverändert weitergeführt wird.

Über Kloster Gross-Ammensleben berichte ich ein andermal.

Danke für das schöne Bild vom Hofküchenpersonal. So hatten wir es uns auch nach Ihrer Erzählung vorgestellt.

Herzliche Grüße von

Familie Meseberg



 von Uwe Meseberg
16.09.2020
 an: Felix Kommnick

Sehr geehrter Herr Kommnick,

herzlichen Dank für Ihre bisherigen Informationen. Das ist wesentlich mehr als das, was vom Museum von Salm/Salm kam.

Verfolgen Sie noch die andere Spur?

Ich warte gespannt.

Danke für Ihre Mühe!

Viele Grüße

Uwe Meseberg.



 von Uwe Meseberg
17.09.2020






Sehr geehrter Herr Meseberg,

ich habe noch eine Spur in einer französischsprachigen Quelle verfolgt.

http://opac.lbs-braunschweig.gbv.de/DB=2/XMLPRS=N/PPN?PPN=040282139

Leider sind die zwei dort aufgeführten Schwestern von Hermann von Salm auch ohne Namen genannt. Eine wird als Ehefrau des Grafen Hillesleben genannt, die andere als Ehefrau des Grafen d`Oltingen.

In der textlichen Beschreibung dazu heißt es, dass die Namen der Töchter von Giselbert nicht überliefert sind, jedoch Informationen zu ihren Nachkommen vorliegen. Hierzu wird auf eine weitere Quelle verwiesen, welche sich aber leider nicht in unserer Sammlung befindet. Demzufolge müsste es auf den Seiten 161 bis 164 weitere Informationen zu Giselberts Töchtern und ihren Nachkommen geben. Die Quelle ist folgendes Werk:

Renn, Heinz: Das erste Luxemburger Grafenhaus : (963 - 1136) / von Heinz Renn. - Bonn : Röhrscheid, 1941. - XII, 193 S. : graph. Darst. (Rheinisches Archiv ; 39)

Dieses Werk ist unter anderem in den Universitätsbibliotheken in Freiburg, Heidelberg und Leipzig vorhanden. Eventuell können meine dortigen Kolleginnen und Kollegen Ihnen noch weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Kommnick


 von Markus Habsburg-Lothringen
13.09.2020
 

Eurohistory: - Hochzeit a marriage betw Bourbon et Habsbourg

Dear friends...this is new and 'old society' news. Please view the given link below. The bride is a distant cousin of me / us.

Sincerely, MHL

http://eurohistoryjournal.blogspot.com/2020/



 von Dr. Hagemann, Manuel
31.08.2020
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

leider liegen uns keine Informationen zu Ihrer Frage vor. Die Quellen des 11. und 12. Jahrhunderts liegen im Wesentlichen ja bereits seit dem 19. Jahrhundert gedruckt vor, und es ist sehr unwahrscheinlich, dass bislang unbekannte Quellen auftauchen, die auf solche speziellen genealogischen Fragen eindeutige Auskunft geben. Am ehesten könnte vielleicht die geschichtswissenschaftliche Forschung zur früh- und hochmittelalterlichen Memorialüberlieferung (Totenbücher etc.) neue Hinweise geben; doch sind die Ergebnisse der Forschung in diesem Bereich aufgrund der schwierigen Quellenlage meist nicht eindeutig.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Hagemann, Archivar Wasserburg Anholt

Schloss 1, 46419 Isselburg



 von Uwe Meseberg
24.08.2020
 an: Felix Kommnick

Sehr geehrter Herr Kommnick!

Sie waren vor einigen Monaten hilfsbereit bzgl. meiner Anfrage über unseren Spitzenahn Gebhard von Meseberg (erwähnt im Codex Brandenburgensis für 1167). Er ist ja der außerehelich geborene Sohn der Bia von Meseberg (Ammensleben), welche in 1. Ehe kurzzeitig mit dem Sohn der Schwester des o.g. Königs verheiratet war. Ich suche bislang erfolglos nach dem Vornamen der Königsschwester. Auch frage ich mich, wie viel Söhne sie hatte. Der Annalisto Saxo spricht von Dedi (Dietrich II. von Ammensleben) und Dedo. Vielleicht verfügen Sie über Fundstellen oder Hinweise, die Aufschluss geben über die geschichtlichen Verknüpfungen des Adelsgeschlechtes von Salm im 11. Jahrhundert. Für Ihre Mühe wäre ich sehr dankbar, entstehende Unkosten werde ich selbstverständlich vergüten.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Felix Kommnick
31.08.2020

Sehr geehrter Herr Meseberg,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, auf die ich zunächst mit einer Zwischennachricht antworten möchte.

Leider konnte ich den Namen der Schwester nicht ermitteln. In den Europäischen Stammtafeln wird sie stets namenlos genannt.

Es scheinen auch nur die Ihnen bereits bekannten Söhne Dietrich II und Dedi belegbar zu sein.

(überprüft: Schwennicke, Detlev: Europäische Stammtafeln. - Neue Folge, Band 1.2 (Tafel 203), 1999) sowie Band 17, (Tafel 148), 1998).

Falls noch nicht bekannt, könnten Sie noch die folgende Quelle für weitere Informationen prüfen:

http://www.regesta-imperii.de/fileadmin/user_upload/downloads/RI_III_2_3_5.pdf

Ich verfolge noch eine andere Spur. Allerdings wird die Recherche noch ein paar Tage in Anspruch nehmen. Ich werde mich schnellstmöglich wieder bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Kommnick

Auskunft, Benutzung, Neuere Medien, Integrierte Medienbearbeitung

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Postfach 1364, 38299 Wolfenbüttel

Tel.: +495331-808-312, Fax: -173 http://www.hab.de



 von Uwe Meseberg
24.08.2020
 an museum@fuerst-salm.de

Sehr geehrte Damen und Herren!

Unser Spitzenahn Gebhard von Meseberg (erwähnt im Codex Brandenburgensis für 1167) war der außerehelich geborene Sohn der Bia von Meseberg (Ammensleben), welche in 1. Ehe kurzzeitig mit dem Sohn der Schwester des o.g. Königs verheiratet war. Ich suche bislang erfolglos nach dem Vornamen der Königsschwester. Auch frage ich mich, wie viel Söhne sie hatte. Der Annalisto Saxo spricht von Dedi (Dietrich II. von Ammensleben) und Dedo. Vielleicht verfügen Sie über Fundstellen oder Hinweise, die Aufschluss geben über die geschichtlichen Verknüpfungen des Adelsgeschlechtes von Salm im 11. Jahrhundert.

Für Ihre Mühe wäre ich sehr dankbar, entstehende Unkosten werde ich selbstverständlich vergüten.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Uwe Meseberg
29.07.2019
 an: Helga Beckmann

Liebe Helga,

Deine Anfrage regte mich an, neben der urkundlichen Erwähnung auch über das Umfeld meines Urahn Gebhard in Kurzform zu berichten. Du findest alles nachfolgend.Meine Hinweise sind erschöpfend, ich hoffe, ich konnte Dir dienen.

Liebe Grüße auch an Reinhard(Uwe Meseberg)

Gebhard von Meseberg für 1162 – Dorf Meseberg in der Altmark A

Wenden ist ein anderer Begriff für Slaven, die im 10. Jhdt. die durch das späte Römische Reich von germanischen Stämmen verlassenen Freiräume besiedelten. So z.B. die Dossanen (Elbslaven) die Gebiete beiderseits der Dosse in der nördlichen Mark Brandenburg. Um 900 n. Chr. oder auch etwas früher entstand die Wendensiedlung bei Osterburg, die im Jahre 1344 urkundlich den Namen Meseberg trug. Für 1334 wird hier der Ritter Henning von Meseberg in einer Urkunde erwähnt.

Die Mark Brandenburg entstand am 11. Juni 1157 nach dem Sieg über die Slavenfestung Brandenburg. In dem von Dr. Adolph Friedrich Riedel verfassten CODEX DIPLOMATICUS BRANDEBURGENSIS (Sammlung aller Urkunden zur Geschichte der Mark) wird für das Jahr 1162 Gebhard von Meseberg erwähnt, der seiner Stiefschwester Mathilda nach Osterburg folgte, die um 1126 Werner II. von Veltheim geheiratet hatte. Beider Mutter war Bia von Harbke & Meseberg. Gebhard war derjenige, der nach dem tragischen Kampf gegen die Slaven (erhebliche Verluste) mit dem bescheidenen Rittersitz bei Osterburg belohnt wurde.

Fundstelle über Gebhard:

Nieders. Staatsarchiv Wolfenbüttel, Archivbezeichnung J 234 (Seiten 376 u. 377)

Codex dipl. Brandenb: A, XXII, 420. 421.

PS: Der Großonkel von Gebhard war König Hermann I. von Salm

Die Fundstelle für Henning (1334) ist ebenfalls im Codex : A, VI, 350





 von Uwe Meseberg
28.06.2019
 an: Rainer Friese

Sehr geehrter Herr Friese,

die vom Herold bestätigte Stammreihe habe ich in unserer Internetseite in der Rubrik Familienheraldig Bürgerlicher Teil A veröffentlicht. Die Abstammungen vor 1334 sind u.a. belegt durch die Literatur wie z.B. Annalista Saxo : Reichschronik Seiten 59, 60, 126, 141 und andere.

Soweit Sie bzgl. der von Ihnen erwähnten Familien mehr Informationen benötigen, sollten Sie – ähnlich wie wir über 40 Jahre – in den zuständigen Archiven weiterforschen. Wir hatten uns ausschließlich mit den Familiennamen Meseberg beschäftigt, die Seitenlinien waren nur Nebenprodukt.

Mit weiteren Hinweisen kann ich nicht dienen.

Mit freundlichern Grüßen

Uwe Meseberg.



 von Markus Habsburg-Lothringen
26.06.2019
 
Sehr geehrte Frau von Meseberg,

danke für ihre Zuschrift per Mail. Sie kam über das office-mail zu mir. Habe sie an meinen Cousin weitergeleitet. Der ist der Fürst zu Salm-Salm, lebt aber nicht bei www.Fuerst-Salm.de (Isselburg bei Bocholt/NRW), das Schloß dort ist aber noch im Familienbesitz: es ist ein Museum sowie ein Hotelbetrieb im `Wasserschloß Anholt`; das Foyer/ die Hotelhalle allein ist für Sie wegen der Ahnenbilder darin vielleicht interessant, wenngleich keine Ahnen aus dem 13. Jhdt. zu sehen sein würden. Vielleicht meldet sich mit der Zeit jemand vom Museum, wenn Sie erneut ein Mail schreiben an museum@fuerst-salm.de, was aber ein Mitarbeiter sein würde, der in der Familiengeschichte gar nicht kundig sein muß.

Ich danke für ihre freundliche und sehr interessante Zuschrift.

Ihnen und ihrer Familie herzliche Grüße aus Bad Ischl
Markus Salvator Habsburg-Löothringen.

 von Katrin und Eberhard
18.11.2018
 



 von Christian Harf
10.04.2018
 

Hallo Uwe,

lass Dich nicht von meinem Nachnamen täuschen. Du kennst mich noch als Christian Boye.

Ich habe gerade durch Zufall Deine Webseite entdeckt bin gerade am durchlesen. Dabei habe ich auf der Seite "Bürgerlicher Teil A - Von 1760 bis heute" den bürgerlichen Stammbaum und darin auch meinen Namen entdeckt.

Nur der Vollständigkeit halber:

Meine Tochter heißt "Julia Marie (Harf)" - geboren am 15.06.2006 in Schwäbisch Gmünd.

Mein Sohn (der fehlt noch) "Nils Elwin (Harf)" - geboren am 26.05.2009 in Wangen im Allgäu.

Mein Bruder wird übrigens nur mit einem "é" geschrieben: André

Ich werde jetzt noch weiter "stöbern". Es ist sehr interessant, das alles zu lesen.

Ansonsten, wie geht es euch?

Mich hat es mittlerweile nach Süddeutschland, genauer ins westliche Allgäu (Bad Wurzach) verschlagen. Ich bin jetzt mittlerweile fast 12 Jahre verheiratet und lebe hier mit meiner Frau, den zwei Kindern, drei Katzen und einer Schildkröte.

Meine persönliche Ahnenforschung ist noch nicht so weit gediegen wie bei Dir. Ich bin aber schon im Jahr 1720 angelangt. Ich kümmere mich aber auch nicht so intensiv darum.

Grüße, auch an Anna-Leena, aus dem schönen Allgäu

Christian



 von Museum Komturhof
13.03.2018
 Einladung des Museums Komturhof



 von Pressezeichner Eugen Gliege GbR
13.02.2018
 

Lieber Herr Meseberg,

bezugnehmend auf unser Telefonat heute Abend möchte ich mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung bei meinem Buchprojekt "Der Altkreis Osterburg in alten Bildern und Geschichten" ganz herzlich bedanken. Das Buch soll im Spätherbst fertig sein, und ich werde Sie rechtzeitig informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Eugen Gliege



 von Schriftstellerin Tanja Kinkel
02.02.2018
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

ganz herzlichen Dank für Ihr Schreiben. Sie haben Recht, das Leben Ihrer Ahnin Amulrada klingt tatsächlich wie gemacht für einen historischen Roman! Nun ist es aber leider bei mir so, daß ich wenigstens die nächsten zwei Bücher schon fest geplant habe, und das heißt: ich bin auf vier, fünf Jahre hin stoffmäßig ausgelastet. Ob wir alle in fünf Jahren noch in Frieden leben, und ich in der Lage sein werde, Romane zu veröffentlichen, kann man bei der derzeitigen Weltlage auch nicht garantieren...

Worauf ich hinaus will: derzeit kann ich leider auf Ihre freundliche Anregung nicht zurück greifen, wünsche Ihnen jedoch, daß eine andere Autorin oder ein Autor dies tut, denn der Stoff ist es ganz bestimmt wert. In der weiteren Zukunft werden wir sehen. Auf jeden Fall hoffe ich, daß Sie mir als Leser gewogen bleiben, und grüße Sie herzlich aus der Ferne -

Tanja Kinkel



 von Manfred Dittmann
07.11.2017
 

Meseberg von, Wilhelm Johann Forstmeister * 1683 (err.) Ilsenburg, unehelich + 29.12.1747 Walkenried

Vater: Oberforst- und Jägermeister Gerhard Wilhelm von Meseberg (*08.04.1641 in Stolberg, +15.08.1820); 1681 hochgräflicher Hofmeister im Schloss Wolfenbüttel und der "Eheliebste" Haberstroh (er war 3 mal verheiratet ohne eheliche Kinder)

oo Friederice Philippine von Haberstroh, Hofdame

Tochter des Hofrates Haberstroh in Wolfenbüttel * 1685 (err.) + 31.12.1744

3 Kinder:

[Allewelt 2011, S. 365]

1716 Ehepaar von Mesberg und die ersten beiden Kinder werden in den Adelsstand erhoben. Rudolstadt, 19.05.1716

1716 Jagdjunker

1725 Forstmeister in Walkenried, wohnte in der Oberförsterei Zorge (ass. Nr. 1)

1743 Forst- und Wildmeister in Hohegeiß

Die Kinder:

1. Ernestine Sophia (genannt 1846 als Patin; Malerin; hatte Liebschaft am Hofe)

2. Gerhard Johann, Forstvermesser

3. August Wilhelm * 05.01.1723 auf Gut Booke in Altenrode/Harz,+09.05. 1767 in Groß Steinum

1749: Forstvermesser; später Seconde-Lieutnant und Oberforstmeister

1716 -1719 Wartegeld Jagdjunker Wilhelm Johann v. Meseberg, Sohn des Oberjägermeisters Gerhard Wilhelm v. Meseberg / A [NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 1131]

1725 Bestellung der Forstmeister in Walkenried: Wilhelm Joh. v. Meseberg [NLA WO, 112 Alt, Nr. 1629]

1743 Besoldung für Forst- und Wildmeister Wilhelm Johann von Meseburg in Hohegeiß [NLA WO, 2 Alt, Nr. 19546]

Förster Maximilian Schneider: Nach seinem Tode (1655) wurde die Oberförsterei nach Zorge verlegt, in der dann gekannte Persönlichkeiten wie Oberforstkommissar Zacharias Koch (bis 1728), die Forstmeister von Meseberg und von Schubert oder die Forstbeamten Tiemann tätig waren. [Chronik Schneider, Allewelt 1950, S. 6]

Wilhelm Johann von Meseberg, Jagdjunker, lebte nur ca. 5 Jahre in Zorge, wo er 1747 im Alter von 64 Jahren verstarb. Sein Lebensmittelpunkt war das Gut Boke in Altenrode, wo er als unehelicher Sohn des Gerhard Wilhelm von Meseberg in den Adelsstand erhoben wurde und bei der Taufe seines Sohnes August Wilhelm von Meseberg als erster Pate der seinerzeit regierende Herzog August Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg stand. Die Familie war bereits vor 1739 aufgrund einer Erbforderung der Witwe seines Vaters verarmt, um sich und seine Kinder vor drohenden Arrest zu schützen. Die Situation spiegelt sich im anliegenden Brief wieder, den er am 25. Februar 1747 kurz vor seinem Tod aus Zorge an die gräfliche Regierung schrieb.

Als Jagdjunker stand Wilhelm Johann im Dienst der gräflichen Forsten. [Uwe Meseberg 2017]

Ass. Nr. 1: wurde durch Zacharias Koch (den Jüngeren) 1681 erbaut. Nach 1825 wohnte Forstmeister Wilhelm Johann von Meseberg in dem Haus. [Chronik Schneider, Allewelt 1950, S. 6] Ende 1756 erwarb die Fürstl. Blankenburgischer Kammer das Gebäude. [Braunschweigische Anzeigen 1756]; Die Bewohner des Hauses waren 1757 Forstmeister v. Schubardt, 1769 Hüttenfaktor Claus, 1788 Forstreuter Tiemann, 1845 Forstschreiber [Friedrich Philipp] Tiemann. [Probst 1941, S. 137]; 1839: Ablösung der Grundzinsen, welche der Kaufmann Wilh. Eschrig Nr. ass. 109 und der Forstschreiber Tiemann Nr. ass. 1 zu Zorge an das Stiftsamt Walkenried zu entrichten hatte [StAWf 91 Neu Fb. 3 Nr. 2607 online]; 1931 in Privatbesitz - Förster Bruhne; 1959 von der Gemeinde Zorge erworben, Rathaus u. Kurverwaltung; 1888 Heimatmuseum Zorge in der oberen Etage; in der unteren Etage befindet sich 2017 eine Tourist-Information [Dennert-Tanne: Zacharias-Koch-Haus]; heute: Am Kurpark 4

NLA WO, 112 Alt, Nr. 1629 Bestellung der Forstmeister in Walkenried und deren Besoldung Darin: Zacharias Koch (1672), Johann Rosenthal (1698), Thedel Georg v. Löhneysen (1710), Wilhelm Joh. v. Meseberg (1725), v. Wolfskehl (1732), L. v. Steinsdorf (1732), v. Schubart (1748) 1671 - 1756

NLA WO, 2 Alt, Nr. 19546 Die Anstellung, Besoldung, Deputate und Wohnungen der Beamten und Bediensteten der Kammer in Blankenburg, auch Geschäftsführung und Rechnungswesen der Kammer, Band 1

Bandnummer: 1

Datierung: 1741 - 1749

darin: Pensionierung des Forstmeisters von Steinsdorf, Jagdjunker von Meseberg zum Forstmeister in Walkenried, Besoldungszulage für Forstschreiber Fricke in Braunlage, Ernennung des Forstsekretärs Heiland zum Oberamtmann in Walkenried (1741).- Untersuchung des Marmorvorkommens bei Rübeland.- Besoldung für Forst- und Wildmeister Wilhelm Johann von Meseburg in Hohegeiß (1743).- Einführung des Kammerrats [Joh. Andreas] Cramer (1743).- Besoldungszulage für Oberamtmann Heyland in Walkenried für Bergamts-Geschäfts (1744).- Advokat Leopold Friedrich Meyer in Blankenburg: Landfiskal und Kammerkonsulent (1744).- Gnadenquartal für Witwe des gestorbenen Landsyndikus und Amtsjustitiars Rosenthal (1744).- Amtsjustitiar Joh. Erich Herweg in Blankbg.: Amtmann (1744).- Zuschuss für Unrerricht der Bergleute-Kinder in Treseburg (1745).- Führung der Kammerrechnung.- Tod des Kammersekr. Seesemann und Bewerbungen um Nachfolge (1746).- Hofjunker Friedrich Anton von Heynitz: Kammerassessor (1746), Kammerrat (1748).- Besondere-Zulage Kammersekretär Friedrich Ludwig Sauerwald (1747).- Auditeur-Funktion in Blankenburg (1749) 1741 - 1749

NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 1131 Wartegeld Jagdjunker Wilhelm Johann v. Meseberg, Sohn des Oberjägermeisters Gerhard Wilhelm v. Meseberg / A 1716 - 1719

Die Söhne:

NLA WO, 4 Alt 19, Nr. 3762 Der zur Forstvermessung angestellte August Wilhelm von Meseberg / A Q 1749 - 1749

Detailseite

NLA WO, 92 Neu, Nr. 1199 Geometrischer Grund Riss Der Wangelstedter Forst [Wangelnstedt] Zeichnung, farbig aufgenommen 1746 von Johann Gerhard von Meseberg und August Wilhelm von Meseberg 1746 - 1746

NLA WO, 112 Alt, Nr. 1669 Die Annahme der Pagen von Lasberg, Sohns des Oberjägermeisters, und Gerhard Johann v. Meseberg, Enkels des + Oberforst- und Jägermeisters Gerhard Wilhelm von Meseberg, zu Jagdlehrlinge 1725 - 1727

NLA WO, 92 Neu, Nr. 1269 Geometrischer Grund Riss der Kemnader Forst Darin: Dorf und Schloss Hehlen, Dorflage Kemnade, Brökeln, Bodenwerder Zeichnung, farbig aufgenommen und aufgetragen 1746 von Johann Gerhard von Meseberg und August Wilhelm von Meseberg 1746 - 1746

NLA WO, 92 Neu, Nr. 533 Beschreibung der Evesser Forst Enthält auch: Kolorierte Handzeichnung: Geometrischer Grundriß der Eveser Forst wie selbige in Anno 1748 aufgenommen durch Carl Ludwig von Lasperg und Johann Gerhard von Meseberg und Johann Friederich Rämecken 1748 - 1748

NLA WO, 92 Neu, Nr. 1199 Beschreibung der Wangelnstedt Forst Enthält u.a.: Grenzen, genaue Anzahl der Bäume verschiedener Arten, Höhe und Stärke der Bäume, Bodenbeschaffenheit; Hauungen, geplant bis 1796; Mineralienvorkommen, Hude und Weide, Aussaat und Ernte von Bäumen und Getreide, Einnahmeregister für Holz, Mast und Wildbret, Karte "Geometrischer Grundriß der Wangelnstedt Forst", aufgenommen von den Gebrüdern Johann Gerhard und August Wilhelm von Meseberg (1746)

aufgestellt von v. Langen, und von A. von Hoym 1746 - 1747

NLA WO, 92 Neu, Nr. 1269 Beschreibung der Kemnader Forst Enthält u.a.: Grenzen, genaue Anzahl der Bäume verschiedener Arten, Höhe und Stärke der Bäume, Bodenbeschaffenheit; Hauungen, geplant bis 1786; Mineralienvorkommen, Hude und Weide, Aussaat und Ernte von Bäumen und Getreide, Einnahmeregister für Holz, Mast und Wildbret, Karte "Geometrischer Grundriß der Kemnader Forst", aufgenommen von den Gebrüdern Johann Gerhard und August Wilhelm von Meseberg (1746)

aufgestellt von v. Langen, und von A. von Hoym 1746 - 1747

NLA WO, 6 Urk, Nr. 1198/a Hennings Thormann, Kaiserl. Notar. Notariatsinstrument über die Abtretung der Jagd auf der Ellieröder Feldmark von Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg an das Stift Gandersheim lt.Vertrag v.15.9.1634.

Henriette Christine, Äbtissin von Gandersheimgerzogin zu Braunschweig und Lüneburg,

Christian Ulrich Koch von Herrhausen, Hofmeister d.Äbtissin,

Christian Wilhelm Probst, Abteirat und Senior,

Heinrich Eberstein, Abtei Schütze,

Meister Jobst Harst und Christof Borchers, Bürger und Brauer zu Gandersheim,

Gerhard Wilhelm v. Meseberg, braunschw. Oberforst- und Jägermeister,

Anton Ulrich Burchtorff, braunschw.Amtmann zu Gandersheim,

Johann Henrich Bärtling aus Hahausen, braunschw.Wildmeister,

Rackebrand aus Ackenhausen, braunschw.Grenzschütze.

Hauschenplat, Geometer - Vermessung der Feldmark Ellierode (vor 1707) 1707 - 1707

NLA WO, 3 Alt, Nr. 602 Bestallungen, Ernennungen, Beförderungen, Titelverleihungen, Besoldungsanweisungen, -abrechnungen und -quittungen von Beamten und Bediensteten aus den Regierungszeiten der Herzöge Rudolf August [1666-1704] bis Karl Wilhelm Ferdinand [1780-1806]

Band 50 [Marschall von Bieberstein - Mehlbaum]

Darin: Bestallung für Kammerjunker Christian Marschall von Bieberstein als Hofmeister der Herzogin (1689) und Revers als Hof- und Legationsrat (1691) .- Bestallung des Wilhelm Busso Marschall von Bieberstein als Hofjunker (1717), Besoldungsquittung und Bestallung als Kammerjunker (1722, 1723) .- Besoldungsanweisung für Dr. Martini als Assessor und Sekretär des Collegium Medicum (1750) .- Titelverleihung Hofrat an Dekan des Obersanitätskollegiums Dr. Johann Bernhard Martini (1773) .- Reskript an Kammer betr. Besetzung der Akzisestube in Wolfenbüttel nach dem Tode des Kassierers Marwede: Besoldung des Kommissars Alburg für Aufsicht über Akziesewesen; Nachfolge Marwedes durch Buchhalter Küster; Ernennung des Sergeanten Kruse zum Akziseschreiber und des Fouriers Loges zum Kontrolleur (1771) .- Pension für den hessen-homburgischen Rat Mattei mit Schreiben des zu deren Erhebung beauftragten Forstrates de Florencourt (1785) .- Ges. des Amtmanns Johann Joachim Matthaei in Wolfenbüttel wegen seiner Amtsführung (1671), Besoldung (1672), seiner Vertretung (1681), und wegen Abnahme der Rechnungsführung (1684), Bestallung des Oberamtmanns als Kammerrat (1689) .- Bestallung für Andreas Matthiae als Sekretär des Prinzen Ludwig Rudolf (1695, mit Revers) und dessen Revers als Kammerrat im Fürstentum Blankenburg und Archivar bei der dortigen Kanzlei (1711) .- Besoldungsanweisung für bisherigen Auditeur [Konrad Ludwig Ulrich] Matthiae als Sekretär an der Justizkanzlei (1767) .- Ernennung des Wilhelm Ludwig Albrecht Matthiae aus Blakenburg zum Professor (1801, mit eigenhändiger Anweisung des

Laufzeit 1671 - 1801

Enthält

Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand) .- Ernennung des Dr. med. May in Blankenburg zum Stadt- und Landphysikus in Schöningen mit Besoldungsanweisung (1776) .- Gesuch des Oberkriegs- und Oberpostkommissars Joh. Heinrich Mecken wegen Besoldung und Bestallung als Kammerrat (1741, 1744) .- Bestallung des Heinrich August von Mecken als Amtshauptmann (1758) .- Beauftragung des Oberjäger- und Oberforstmeisters Gerhard Wilhelm von Meseberg mit der Generalinspektion des Forst- und Jagdwesens (1714), Besoldungsquittung und Besoldungsanweisung für seine Witwe (1719-20) .- Revers des Hofgerichtsassessors und Gerichtsschultheißen Johann Friedrich Mehlbaum in Holzminden als Amtsrat und Adjunkt des Landdrosten über die Weserämter Günter Otto Krage (1690), Festsetzung einer Pension (1722)

1671 - 1801

NLA WO, 113 Alt, Nr. 3207 Vertrag des Forstamtes mit dem gräflich stolberg-wernigerödischen Hof- und Forstmeister Gebhard Wilhelm von Meseberg über Lieferung von Holzkohlen aus der Forst Hohnstein zum Hüttenwerk in Tanne 1689 - 1693

Detailseite

Das Molkenhaus bei Wernigerode liegt am Jägerkopf oberhalb der Steinernen Renne und des Quellgebietes der Holtemme. Das im Auftrag des gräflich-stolbergischen Oberjägermeisters von Meseberg zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtete Fachwerkgebäude gehörte zum Ilsenburger Marienhof und diente der Buttererzeugung und für Jagdzwecke. Es wird jetzt vom Nationalpark Harz genutzt.



 von Uwe Meseberg
18.12.2017
an:Manfred Dittmann

Hallo Herr Dittmann!

Wie seinerzeit angekündigt hier noch ein Nachtrag bzgl. unseres Wilhelm Johann von Meseberg:

Er war ja ein unehelicher Sohn des Gerhard Wilhelm von Meseberg (Günstling am Hofe des Herzogs Anton Ulrich). Eine gewichtige Rolle am Hof spielte der Arzt Stockhausen, dessen Beurkundungen bzgl. der Geburten am Hof sehr brisant (fragwürdig?) erscheinen. Allein Anton Ulrich hatte mehr als 12 eheliche Kinder, von den unehelichen aus den Beziehungen zu seinen Mätressen mal abgesehen. Wilhelm Johann`s nachgeadelte Tochter Ernesta Sophia muss ebenfalls zu diesem Kreis gehört haben, denn ein Carl Friedrich Christian Meseberg behauptete immer, auch zu dieser Familie zu gehören. Nach einer Dokumentation des Staatsarchivs Rudolstadt wurden nicht nur Wilhelm Johann und seine Ehefrau Friederike Philippine Haberstroh – Hofdame! – neu geadelt, sondern neben seinen Kindern Gerhard Johann und Ernesta Sophia auch “seine Mutter” gleichen Namens wie seine Ehefrau. Die Geschehnisse um den Hofarzt Stockkausen sind kurios, danach hätte Wilhelm Johann seine Mutter geheiratet. Offensichtlich wurde da etwas vertuscht! Interessant auch der Tatbestand, dass Wilhelm Johann`s Vater, nämlich Gerhard Wilhelm, 3 Jahre vor seinem Tod die Tochter des Hofarztes Stockhausen, die Witwe Gosewisch, heiratete, die sich der verbotenen Pietismusbewegung angeschlossen hatte. Sie war dadurch verarmt und wollte nach dem Tod von Gerhard Wilhelm von der Nachkommenschaft Geld! Wilhelm Johann verstarb ja verarmt im Jahre 1747. – Als Anhang ein Brief seines Sohnes Gerhard Johann aus dem Jahre 1753, der die damalige Situation schildert.

Damit nun genug.

Frohe Festtage und ein gute Neues Jahr wünscht Ihnen

Uwe Meseberg



 von Eberhard Schröder
27.03.2017
 

Lieber Herr Meseberg,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Noch dazu, wo Sie als erster unserer prominenten Autoren den Artikel fertiggestellt haben. Ich werde am kommenden Dienstag, an diesem Tage trifft sich wieder unser Festausschuss, darüber informieren. Was die Fotos angeht ist eine Entscheidung nicht so einfach. Dennoch bitte ich Sie, das Foto von einer Silberplatte mit dem Familienwappen, das Foto von der Grabplatte von Gerhard Wilhelm von Meseberg an der Ostseite der Lutherkirche in Bad Harzburg und das Foto vom Adelsbrief für Wilhelm Johann von Meseberg zu scannen.

Den Beitrag im rbb lassen wir uns nicht entgehen. Ich werde auch im Festausschuss und im Heimatverein darüber informieren.

Nochmals recht herzlichen Dank für Ihre Unterstützung



 von Uwe Meseberg
27.03.2017
an Eberhard Schröder
Lieber Herr Schröder!

In der Anlage erhalten Sie vorab meinen Bericht. Die dreigewünschten Fotos werde ich zu gegebener Zeit nachreichen.

Soweit für heute herzliche Grüße

Uwe Meseberg.

Bericht:

Mesebergs in Altenrode – Könige im Harzer Land

Eine unglaubliche Familiensaga in drei Teilen

Tausend Jahre Familiengeschichte deuten ja nicht nur auf zahllose ungelöste Rätsel hin, sondern beinhalten eine Vielzahl von ungewöhnlichen, spannenden und abenteuerlichen Geschehnissen. Allein dass sich aus einem Familienverbund mehrerer bedeutender Grafengeschlechter, deren Wurzeln sich bis in das 8. Jahrhundert n. Chr. zurückverfolgen lassen, eine Person sich unseren Familiennamen MESEBERG zulegte und sich dies noch durch einen römischen Papst beurkunden lassen konnte, ist schon fast unglaublich. In diesem Stil läuft die Familienchronik über viele Jahrhunderte weiter und endet im Adelsstand dann hier in Altenrode, wo nach Aussage des Chronisten von Mülverstedt ein Zweig der Familie über 150 Jahre im Forstdienst stand. Und damit befinden wir uns bereits im ersten Teil unserer ungewöhnlichen Geschichte.

Im März 1651 siegelte der Oberforstmeister Gerhard von Meseberg in Stolberg noch mit dem bekannten altmärkischen Familienwappen aus der Provinz Brandenburg. Denn dort gehörte seinen Vorfahren u. a. ein Rittergut, auf dessen Grund heute das Schloss Meseberg steht (Gästehaus der Bundesrepublik). Ein weiteres Familienmitglied war ca. 100 Jahre zuvor kurfürstlich brandenburgischer Hofmarschall. Die Übersiedlung Gerhard`s kam nicht ohne Grund: eine Vielzahl von Familienmitgliedern Ende des 16. Jhdt. konnte der Stammsitz in Meseberg bei Osterburg wirtschaftlich nicht verkraften. Es boten sich zwei standesgemäße Möglichkeiten an: entweder Waffendienste leisten in der preußischen Armee, oder in den Forstdienst treten, zum Beispiel im Großraum Harz. Gerhard entschied sich für den Forstdienst in der Grafschaft Stolberg-Wernigerode, wo der Gutshof Boke in Altenrode für ihn und seine Nachfahren im Adelsstand eine gewichtige Rolle spielen sollte. Dieses Haus schenkte nämlich Graf Wolf Georg zu Wernigerode im Jahre 1632 unseren Ahn Gerhard von Meseberg, der es aber nicht bewohnen konnte, weil es besetzt war. Eigentlich wollte er es auch gar nicht bewohnen, es war ja auch von seinem Jagdrevier in Stolberg viel zu weit weg. Zum Schein bestellte er einen Verwalter, galt es doch, in den Wirren des dreißigjährigen Krieges ein geeignetes Versteck für seinen Silberschatz zu finden. Er war ja auch Pächter einer Silbermiene im Kreis Sangershausen, wo durch Plünderungen bereits alles verlorengegangen war. Ein besseres Versteck war kaum denkbar, denn der Gutshof war augenscheinlich heruntergekommen, die Bewohner verarmt. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, hier auf dem Gelände nach vergrabenen Münzen aus der Prägeanstalt in Stolberg zu suchen. Als Gut Boke 1651 verkauft wurde, waren auf dem großräumigen Gelände immer noch erhebliche Teile des Schatzes versteckt, die später durch Gerhard`s Sohn Gerhard Wilhelm ausgegraben wurden. Damit endet der erste Teil unserer Familiensaga in Altenrode.

Der zweite Teil unserer Geschichte setzt sich – wie bereits vor drei Jahren in einem Theaterstück von der Theatergruppe Darlingerode in der Kirche in Altenrode nachgespielt – auf ungewöhnliche Weise fort. Denn unser zuvor erwähnte Gerhard Wilhelm übertraf seinen Vater noch erheblich. Von 1667 bis 1711 diente er dem Grafen Heinrich Ernst zu Stolberg ebenfalls als Oberforstmeister. Er hatte wohl von der Geldknappheit im benachbarten Herzogtum Braunschweig-Lüneburg gehört und insbesondere von der verrückten Idee des regierenden Herzogs Anton Ulrich in Wolfenbüttel, sich ein Schloss nach dem Vorbild in Versaille bauen zu lassen, und zwar aus Holz! Holz deshalb, weil er teure Steine nicht bezahlen konnte. Woher aber das Holz nehmen? So kam es zu einer illegalen und eigenmächtigen Grenzverschiebung zu Gunsten des Herzogtums, veranlasst durch unseren Ahn Gerhard Wilhelm. Er gab im Jahre 1693 den Befehl zur Holzung der Region Regenstein. Bereits ein Jahr später fand in Salzdahlum im fast fertiggestellten Holzschloss ein großes Fest statt, durch weitere Holzlieferungen wurde die riesige Schlossanlage bis 1701 weiter ausgebaut, aber ab 1703 zeigte sich wegen der starken Bodenfeuchtigkeit des Areals der erste Schimmel. Die Geschehnisse kamen dem Grafen in Stolberg natürlich auch zu Ohren. Die Folge war, Gerhard Wilhelm verließ fluchtartig das Stolberger Territorium und siedelte nach Ilsenburg bei Altenwode um. Herzog Anton Ulrich belohnte Gerhard Wilhelm für die Holzlieferungen und verlieh ihm den Titel eines Oberforst- und Jägermeisters. Diesen Titel trug bis dahin nur der Bruder des Herzogs. Statt Kerker zum Generalinspekteur aller Forsten im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg einschließlich der Weserregion aufgestiegen war er wie ein König im Harzer Land. Mit so viel Ruhm und Ehre versehen heiratete er im Jahre 1704 die Edeldame Frederike Sibylle von Preen, die zuvor das Gut Boke in Altenrode gekauft hatte. Die Trauung fand in aller Stille im oberen Saal des Gutshofes statt. In aller Ruhe und ganz legal konnte nun die Suche nach dem vergrabenen Silberschatz beginnen. Unglaublich – so endet der zweite Teil der Familiensaga in Altenrode.

Und so unglaublich setzt sich der dritte Teil fort in der Person von Wilhelm Johann von Meseberg. Dieser war der unehelich geborene Sohn von Gerhard Wilhelm und seiner zunächst nicht genannten Eheliebsten, einer Hofdame im Schloss Wolfenbüttel. Um die Sache zu vertuschen, wurde nach Aussage der Pfarramtsfrau in Ilsenburg das Kirchenbuch Ilsenburg Jahrgang 1692 bis 1718 „geklaut“. Die Seiten mit den entsprechenden Eintragungen über Geburt und Taufe sind unauffindbar. Vater Gerhard Wilhelm versuchte noch zu seinen Lebzeiten mittels seines Geldes aus dem Silberschatz den durch die uneheliche Geburt verlorengegangenen Adelstitel für seinen Sohnes zurückzukaufen, was tatsächlich im Rahmen der Schwarzenburger Standeserhebungen im Jahre 1716 gelang. Im Hofgefolge war da das „von“ ein „muß“! Nach Auskunft des Staatsarchives in Rudolstadt zahlte er dafür „200 rh Taxa“. Aber nicht nur Wilhelm Johann wurde in den Adelsstand erhoben, sondern auch seine Ehefrau Friederike Philippine Haberstroh, ihre beiden Kinder Gerhard Johann und Ernesta, sowie nach einem Aktenhinweis des Staatsarchivs auch seine gleichnamige Mutter. Eheliebste und Mutter waren die gleiche Person. In dieser kuriosen Angelegenheit spielte der Hofarzt Backhaus eine gewichtige Rolle, dessen Witwe den Vater von Wilhelm Johann noch drei Jahre vor dessen Tod heiratete. Vermutlich waren dabei ebenfalls Geldgründe im Spiel, hatte sich diese Frau wohl der aufkommenden und unerwünschten Pietismusbewegung angeschlossen und drohte nunmehr mit Arrest für die noch lebende Meseberger Sippe, sollte ihr Erbanteil nicht ausgezahlt werden. Gerhard Wilhelm verstarb im Jahre 1720, der Oberjägermeister wurde zum Klang von zwölf Jagdhörnern feierlich begraben. Sohn Wilhelm Johann, neu geadelt und als Forstmeister zum Wolfenbütteler Hofgefolge zählend, konnte sich jetzt als Pächter des Gutes Boke ausweisen, das 1712 vom Sohn des Kanzleidirektors Wilhelm Ludwig gekauft worden war. Die Familie von Meseberg lebte hier glückliche zwanzig Jahre. Die Krönung des Hauses geschah dann im Jahre 1723, als der zweite Sohn der Familie, nämlich August Wilhelm von Meseberg, auf dem Gutshof Boke getauft wurde und als Taufpate der regierende Herzog August Wilhelm persönlich erschien. Sicherlich hatte der Herzog wohl auch das Silber gerochen, denn wie alle seiner Vorgänger befand er sich in ständiger Geldnot. – Hier soll nun der dritte Teil der unglaublichen, aber durch Urkunden belegten Geschichte enden, wobei anzumerken wäre, dass es durchaus einen vierten Teil gäbe, der aber nicht mehr Altenrode betrifft.

150 Jahre Familiengeschichte aus 1000 Jahre Ortsgeschichte – Dank vieler Hinweise diverser Archive und Bibliotheken sowie nachgewiesen durch Urkunden im Familienbesitz konnte dieser Beitrag über unseren Harzer Familienzweig erstellt werden. Die noch lebende Nachkommenschaft des Altadelsgeschlechtes im nunmehr bürgerlichen Stand hatte das Glück, viele Ereignisse aus dem Dunkel der Vergangenheit aufzuspüren, insbesondere aus dem „eigenen“ Harzer Zweig.

Die Familie Meseberg wünscht dem Ort Altenrode und seinen Bewohnern jetzt und für die weitere Zukunft alles Gute, Standhaftigkeit, Frieden und Glück.

Uwe Meseberg.

Bildmaterial:









Wappen Silberplatte

Grabplatte Gerhard Wilhelm von Meseberg

Adelsbrief Wilhelm Johann von Meseberg



 von Manfred Selle
20.03.2017
 

Hallo Herr Meseberg,

Sie haben ja ein gutes Gedächtnis. Die Sendung "Bilderbuch Deutschland- das Ruppiner Seenland" kommt am Ostermontag d.17.4. im Programm des RBB.

Herzliche Grüße von Gabriele Denecke und Manfred Selle



 von Uwe Meseberg
27.01.2017
 an: Stephan Schädel

Lieber Herr Schädel!

Ich habe den Text überprüft bzw. ergänzend etwas verändert (siehe unten). Das bewusste Foto finden Sie auf www.von-Meseberg.de in der Rubrik “Galerien zur Forschung” und hier unter “Neuzeitliche Bilder” als 43. Foto (Frau Gerlach???). Sie sprach vom Schatz.

Soweit für heute mit herzlichen Grüßen


Uwe Meseberg.





Theaterstück - Der Silberschatz der Boke

Konzept für das INTRO zum Film

1. Zeigen der Deutschlandkarte, Zoom auf Meseberg / Altmark. Zeigen der Schlossanlage + Bilder vom Schloss Meseberg + Wappen von Meseberg

Text oder Erzähler: „Hier nimmt unsere Geschichte ihren Anfang. Im Jahre 1580 wurde Gerhard von Meseberg geboren. Da er als einer der Erben und Nachfolger des altmärkischen Adelsgeschlechtes (Provinz Brandenburg) auf dem Rittergut in Meseberg keine Zukunft hatte, war er verdingt das Anwesen mit einer Abfindung zu verlassen. Bereits 50 Jahre vor seiner Geburt wurde bereits ein zweites Rittergut veräußert, auf dessen Grundmauern später das Schloss Meseberg entstand. So gelangte er in die Dienste der Grafen zu Stolberg –Wernigerode als Oberforstmeister und wohnte dabei auch in Stolberg.“

2. Flug über die Landkarte von Meseberg nach Darlingerode zum Bokehof. Zoom des Anwesens. Zeigen von Fotos der Boke.

Text oder Erzähler: „Für seine guten Dienste schenkte Graf Wolf Georg zu Stolberg im Jahr 1632 das Ordensgut Boke in Altenrode dem Oberforstmeister Gerhard von Meseberg. Gern hätte dieser das Anwesen für sich genutzt, aber es war durch das lebenslange Wohnrecht der Anna Erich, der Witwe von Hoyer von Lauingen, blockiert.“

3. Kartenflug von Darlingerode nach Stolberg. Zoom auf die Wohnstätte von Gerhard Meseberg.

Text oder Erzähler: „Gerhard wohnte selber in Stolberg viele Jahre. In den Wirren des 30-järigen Krieges erblickte sein Sohn Gerhard Wilhelm von Meseberg im Jahr 1641 das Licht der Welt. Gerhard hatte eine späte Liebe in Hackpfüffel südlich von Sangerhausen gefunden. Er heiratete dort die Tochter des Grafen von Hacke.

4. Kartenflug von Stolberg nach Hackpfüffel. Zoom auf das Gut. Fotos vom Gut in Hackpfüffel.

Text oder Erzähler: „ Gerhard war neben seiner Tätigkeit als Oberforstmeister auch Pächter einer Silbermine. Die Bemühungen, Anna Erich vom Bokehof in Altenrode zu vertreiben, schlugen fehl. Das hielt Gerhard aber nicht davon ab, während der Kriegsjahre Teile der Ausbeute aus der Silbermine auf dem weitläufigen Grund der Boke zu vergraben. Weil von Stolberg aus ungelegen, hatte er niemals die Absicht, auch dort zu wohnen. Er bestellte vielmehr einen Verwalter, der scheinbar den Zerfall des Gutes aufhalten sollte, den die verarmte Anna Erich aus eigener Kraft nicht aufhalten konnte.

5. Kartenflug von Hackpfüffel wieder nach Altenrode. Zoom auf das Anwesen. Fotos

Text oder Erzähler: „Im Jahre 1651 wurde Gut Boke für 600“ Thaler“ verkauft. Die Hälfte vom Erlös erhielt Gerhard von Meseberg. Sein Sohn Gerhard Wilhelm fand nach dem Ausscheiden seines Vaters Gerhard aus dem aktiven Forstdienst beim dortigen Grafen ebenfalls eine Anstellung (Bestallung) als Jagdjunker. Und hier beginnt unsere Geschichte.

Seien Sie nun gespannt auf die Zeitgeschehnisse, die uns 15 Laienschauspieler in einem Theaterstück erzählen, das 2015 zum Kirchenfest in der Darlingeröder Katharinenkirche aufgeführt wurde.



 von Jens Födisch
17.10.2016
 

Guten Tag, Herr Meseberg,

hier sind nun die versprochenen Aufnahmen von dem entsprechenden Epitaph, welches sich in der Kirche zu Iden (Altarraum Südseite) befindet.

Shalom, Pfr. Jens Födisch.



 von Volker Joch
14.09.2016
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

Durch Recherchen über meinen Großvater bin ich auf ein Buch gestoßen.

In diesem Buch wurde ein Eintrag von einem Wehrmachtsoffizier vorgenommen. Vielleicht handelt es sich ja

um Ihren Vater ?



Mit freundlichen Grüßen

Volker Joch



 von Thomas Giesenhagen
06.09.2016
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Damit wäre ein weiteres Mosaiksteinchen gelegt, wenngleich sich natürlich auch immer wieder neue Fragen ergeben. Dr. Berkhan muss für sein neues "Gut" in Dithmarschen (eigentlich ursprünglich freies Bauernland, das eine adlige Familie von der Wisch zusammengekauft, dann aber nur einige Jahrzehnte besessen und verpachtet hat) nur gut 15000 Taler bezahlen, hat also in den schweren Jahren der "Agrarkrise" wohl einiges an Barschaft aus dem Verkauf Mesebergs erhalten können.

Nochmals vielen herzlichen Dank

Thomas Giesenhagen



 von Thomas Giesenhagen
31.08.2016
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

im Zuge meiner regionalspezifischen Forschungen im Bereich Dithmarschen, Holstein, bin ich auf einen Bezug zu einem "Gute Meseberg in der Altmark" gestoßen. Ich bin im Weiteren auf Ihre interessante und informative Website hingewiesen worden und hoffe, Sie können mir eventuell als ausgewiesener "Meseberg"-Experte weiterhelfen.

In meiner Forschungsregion Dithmarschen hat im Juli 1819 ein 1782 in Magdeburg als Pastorensohn geborener Dr. Johann Carl Berkhan, der seit 1786 mit seinen Eltern nach Hamburg übergesiedelt ist und dort zunächst lebte und praktizierte, ein ehemaliges Gut Riese im Kirchspiel Nordhastedt erworben. Hier lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1843. Im Verlauf der genaueren Erforschung der Person bin ich u.a. auf zwei Lexika-Einträge aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gestoßen, nach denen er ab ca. 1811 für einige Jahre ein "Gut Meseberg in der Altmark" besessen bzw. bewirtschaftet hat. Dieses Gut hat er aber wohl nach wenigen Jahren wieder verlassen und ist dann nach Dithmarschen übergesiedelt.

An anderer Stelle wird ein Sohn Gustav Friedrich Berkhan als am 02.08.1816 in Meseberg geboren genannt, eine Schwester Luise am 30.01.1819 aber schon wieder in Hamburg. Berkhan dürfte demnach zwischen 1811/1812 und 1818 in Meseberg gelebt haben.

Nach erstem Studium Ihrer Website habe ich gelernt, dass es grundsätzlich zwei Örtlichkeiten "Meseberg" zu unterscheiden gilt, wobei das "Schloss Meseberg" bei Gransee/Ruppin, das heutige Gästehaus der Bundesregierung, wohl nicht das von mir gesuchte sein kann. Vielmehr scheint der alte "Meseberg-Stammsitz" bei Osterburg in der Alten Mark das den Herrn Dr. Berkhan betreffende zu sein.

Können Sie mir evtl. mit weiteren Angaben zur genaueren Beschreibung des "Gutes", wenn es denn ein solches war, zu Beginn des 19. Jahrhunderts und den genaueren Umständen des Erwerbs und Verkaufs behilflich sein?

Insbesondere interessieren mich die Umstände des Erwerbes des Gutes von Dr. Berkhan im Jahre 1811 oder später. Möglicherweise gibt es familiäre Verflechtungen zur Familie seiner im Juli 1812 angetrauten Frau Anna Elisabeth Schröder, aus deren Kaufmanns- und Bankier-Familie auch Bürgermeister Hamburgs entspringen. Also wären für mich auch Informationen über Vor- und Nachbesitzer eines solchen "Gutes Meseberg", über das ich ansonsten bislang noch keine Angaben gefunden habe, interessant.

Es würde mich freuen von Ihnen zu hören und weiteren Austausch hierzu aufzunehmen

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Giesenhagen



 von Uwe Meseberg
06.09.2016
an: Thomas Giesenhagen
Sehr geehrter Herr Giesenhagen!

Das Rittergut in Meseberg (Altmark) besaß von 1803 bis 1810 Frau Caroline Auguste Christiane von Görne, geb. von Treffenfeld. Sie verarmte und von ihren Gläubigern erstand der Amtmann Fritze im Jahre 1810 das Gut für 23100 Taler. Schon im folgenden Jahr 1811 erkaufte Dr. jur. Johann Karl Berkhan das Gut für 22500 Taler. Seine Gemahlin Elisabeth geb. Schroeder, die aus Hamburg stammte, schenkte ihm am 23. Mai 1813 einen Sohn. Von diesem Dr. Berkhan kaufte am 29. Mai 1817 Johann Friedrich Raecke das Gut für 32650 Taler (Fundstelle: Beiträge zur Geschichte des Kreises Osterburg – Vierter Teil – von E. Wollesen, Werben (Elbe).

Diese Auskunft ist erschöpfend. Wir hoffen, Ihnen damit geholfen zu habe.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg

 von Prof. Dr. Körntgen
04.07.2016
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

nur einige kurze Anmerkungen zu Ihrer Anfrage: Suidger von Bamberg dürfte über seine sächsische Herkunft und seine klerikale Laufbahn in Halberstadt und Bremen in die Hofkapelle gelangt sein und ist dann von Heinrich III. als Hofkaplan auf den Bischofsstuhl von Bamberg befördert worden. Das ist eine ganz typische Karriere in der Zeit der späten Ottonen und Salier, als die Hofkapelle ein wichtiges Personalreservoir für die Rekrutierung des Episkopates darstellte. Mehr wissen wir über eine persönliche Beziehung zwischen dem Kaiser und dem späteren Papst nicht. Die Umstände der ersten Ehe der Gisela und der Ermordung ihres ersten Ehemannes sind unklar; ob der Mörder ein Vorfahr des Ehemannes der Diagmenta oder ein Vorfahr von deren zweitem Schwiegersohn war, lässt sich auch nicht klären. Es ist ohnehin nur eine Vermutung, dass der von Thietmar von Merseburg genannte Milo tatsächlich den Ehemann der Gisela getötet hat, denn die zeitgenössischen Quellen berichten überhaupt nichts über diese Angelegenheit.

Bei Beatrix handelt es sich nicht um die Stiefschwester, sondern um eine leibliche Schwester Heinrichs, die wohl ganz nach ottonischem Vorbild für die Übernahme einer Leitungsfunktion in einer der sächsischen Frauengemeinschaften vorgesehen war, aber zu früh verstorben ist.

Mit freundlichem Gruß

L. Körntgen



 von Uwe Meseberg
20.12.2020
an: Dr. Körntgen

Sehr geehrter Herr Dr. Körntgen!

Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich hatte ja bereits gewisse Geschehnisse als “delikat” bezeichnet, die sich so nicht klären lassen. Sicher hat auch Thietmar von Merseburg so einiges im Familienverbund “verschleiert”. Letztlich geht es aber um die Sippe des Grafen Erp in unserem Familienverbund mit vornehmer Herkunft, ihre Mitglieder waren als sächsische Grafen enge Vertraute und Berater des Königs/Kaisers, und einige bekleideten die höchsten Kirchenämter. Unsere Vermutungen wurden u.a. auch dadurch erhärtet, weil sich die Namen Milo sowie Gisela in späteren Generationen der Familie wiederholen.

Sollte Ihnen irgendwann doch noch etwas in dieser Sache auffallen, würde ich mich für eine kurze Mitteilung sehr freuen.

Nochmals herzlichen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Uwe Meseberg
29.03.2016
 an: Prof. Dr. Körntgen

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Körntgen!

Bei unserem Osterbesuch in Quedlinburg fiel mir zufällig Ihr Buch “Ottonen und Salier” in die Hände. Im Rahmen unserer Familienforschung www.von-Meseberg.de hatten wir uns schon mehrfach mit einigen delikaten Geschehnissen um die o.g. Person und insbesondere um seine Mutter Gisela befasst, allerding ohne hier angedachte Ergebnisse zu erhalten.

Unsere Kernfragen:

Aus welchen Gründen verhalf Heinrich III. den Grafen Suitger zum Bischof und später zum Papst, obwohl dessen Schwester Diagmenta mit dem Sohn des Mörders von Gisela`s ersten Ehemann verheiratet war. – Und welche Rolle spielte Heinrich`s Stiefschwester Beatrix (verstorben im Damenstift Quedlinburg im Geburtsjahr des Sohnes von Mörder Milo von Ammensleben)?

Die Angelegenheit war so bedeutend, daß sich Heinrich II. der Sache annahm.

Vielleicht haben Sie, Herr Dr. Körntgen, bei Ihren vielen Recherchen möglicherweise “zwischen den Zeilen” Zusammenhänge auf diese außergewöhnliche Umstände gesehen.

Für eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Martin Küper (rbb)
25.01.2016
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

soweit ist nun alles geklärt, anrufen werden wir heute nicht mehr - mögliche Fragen habe ich angefügt, die sind ein Vorschlag für den Moderator (Marc Langebeck), es ist also nicht auszuschließen, dass er noch andere stellt. Da Sie ihn aber vorher bestimmt kurz sprechen können, wird es auch da keine großen Überraschungen geben.

Mögliche Fragen:

- was bedeutet der Name Meseberg ? (slawisch:Handelsplatz")

- Gründung durch Ritter Heinrich von Meseberg 1486 - die

Mesebergs heute - warum bzw. seit wann kein "von" ? Internet-Seite von Uwe Meseberg zur Familie heißt "von-meseberg.de"

- auf der Internetseite heißt es: "Niedergang einer Dynastie" - warum das ?

- sind Sie trotzdem auch ein bisschen stolz auf Ihre Familie ?

-wie groß ist die Familie Meseberg heute ? Wohin hat es sie verschlagen ? Familientreffen ?

- eine wichtige Rolle für den Ort spielte eine weitere Familie: von der Groeben - welche ?

-Treuhand-Angebot: Schloss für ein Euro ! War das eine Option ?

- aufwändige Rekonstruktion und jetzt Gästehaus der Bundesregierung: ein Glücksfall? Oder wäre ein öffentliches Schloss besser gewesen?

Das Wetter wird morgen vergleichsweise gut - zumindest werden die Straßen gut befahrbar sein und es ist nicht so kalt wie in der vergangenen Woche. Vielleicht haben wir auch etwas Glück mit der Sonne. Wahrscheinlich bin ich morgen auch vor Ort, bei Fragen etc. können Sie mich gerne mobil anrufen.

Bis morgen und herzlichen Gruß,

Martin Küper

Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), rbb Fernsehen

Redaktion Wirtschaft und Verbraucher, Redaktionsleiter

Marlene-Dietrich-Allee 20,14482 Potsdam

Telefon: +49 331 97993 22650, Mobil : +49170 229 2804

Martin.Kueper@rbb-online.de, www.rbb-online.de




 von Helga Beckmann
16.10.2015
 

Lieber Uwe, liebe Anna-Lena,

wir möchten uns nochmals für das schöne Wochenende bedanken.

Heute haben wir uns mal wieder mit Beckmann`s Stammbaum beschäftigt und haben festgestellt, daß Thomas Beckmann geb. 2.2.1690 in Meseberg mit Anna Margaretha Meseberg geb.19.2.1693 gest. 19.8.1771 in Meseberg(Altmark) verh. war. Gehört sie evt. zu Deinen Vorfahren ?

Liebe Grüße aus Meseberg

Reinhard und Helga



 von Uwe Meseberg
25.10.2015
an Frau Helga Beckmann

Liebe Helga, lieber Reinhard!

Euer Hinweis ist eine heiße Spur. Kommt Ihr an die Geburtsurkunde der Anna M. heran? Da steht der Name ihres Vaters; sollte es Ernst Levin sein, wären wir entfernt verwandt. An dieser Stelle nochmals Dankeschön für die schönen Geschenke, sobald Britta die Foto-DVD übersandt hat, schicke ich weitere Papierbilder von unserem Fest.

Liebe Grüße an Euch Alle

Anna-Leena und Uwe.



 von Stephan Schädel
22.05.2015
 

Hallo liebe Frau und lieber Herr Meseberg,

hiermit darf ich Sie ganz herzlich zu unserem Kirchenfest am 20.06.2015 einladen.

Im Programm steht die Aufführung eines historischen Theaterstückes "Der Silberschatz der Boke", an dem wir schon fleißig proben.

Es geht um die Zeit von Gerhard Wilhelm v. Meseberg und seiner Geliebten Phillipine, die von ihm ein uneheliches Kind bekommt.

Spannend inszeniert.Ich würde mich freuen, wenn ich Sie als Gäste begrüßen dürfte.

Im Gemeindebrief steht kurz das Festprogramm.In unserem Stück würden wir gern ein Wappen aus der Zeit auf das Gewand von Gerhard Wilhelm nähen.

Können Sie uns da helfen? Welches ist das entsprechende zu dieser Zeit ( ca. 1670 ?)

Bitte antworten Sie mir kurz, um zu wissen, das Sie diese e-mail auch erhalten haben.

Sie können mich auch kurz anrufen!

Liebe Grüße

Stephan Schädel



 von Uwe Meseberg
25.04.2015
 an Herrn Orlowski

Sehr geehrter Herr Orlowski!

Danke für Ihr o.g. Schreiben. Es ist richtig, in Zusammenhang mit den Forschungen über unseren Spitzenahn Ekbert von Harbke & Meseberg haben wir auch Fundstellen über den Ort Harbke ausgewertet, die sich im Wesentlichen mit Ihren Erkenntnissen decken. Ich hatte mir für die Ersterwähnung von Harbke das Jahr 990 n.Ch. angedacht, danach wäre der Ort in diesem Jahr 1025 Jahre “alt”, sicherlich aber älter, darüber gibt es aber keine Urkunden. Damit Sie Ihre Erkenntnisse abrunden können, schauen Sie bitte in unsere Internetseite www.von-Meseberg.de bei Rubrik “Korrespondenz” in den Brief der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel vom 17. Mai 2011, der alle Fundstellen in dieser Sache vereint. Ggfs. hilft Ihnen Frau Ilginus bei Rückfragen weiter.

Zum Festumzug im Sommer werde ich nach Harbke kommen, vorher habe ich am Samstag, 9. Mai 2015, mit meiner Band www.bobbies.de im Bördemuseum Burg Ummendorf ein Rock-Konzert, ganz in Ihrer Nähe. Vielleicht sehen wir uns.

Mit Freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg.



 von Frank-Otto Görlitz
13.02.2015
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

vielen Dank für Ihr Interesse und die Mühe, mir bei der Erörterung der Herkunft von Anna Lucia Meseberg(en) zu helfen.

Bei der schrittweisen Verfolgung unserer Ahnen in die Vergangenheit ergab sich eine Verbindung zur Familie Paulmann in Schöningen. Dort sind gem. meiner eigenen Recherchen in den Kirchenbüchern von Schöningen (St. Vincenz) in den Jahren 1800 bis 1805 drei Kinder von Johann Heinrich Paulmann und Anna Lucia Mesebergen eingetragen. Eine Tochter gehört wohl zu unserer Ahnenreihe. Leider konnte ich dann beide Eltern im entsprechenden Zeitraum mit Hochzeit oder Geburt nicht in Schöningen finden (alle Kirchen mit Hoiersdorf und Westendorf). Inzwischen habe ich auch die Kirchenbücher von Warberg studiert und habe "Ihre" Meseberg und auch viele Maseberg (Maasberg, Maßberg) gefunden.

Interessant ist, dass in einem Fall ein Kind der Meseberg als Maseberg im KB Warberg eigetragen ist. In den "Braunschweiger Anzeigen" von 1751 wurde aus einem Daniel Maseberg gem. Kirchbuch Warberg bei der Hochzeit mit Frau Schrader in der Anzeige ein Daniel Meseberg. Im gleichen Ort wohnten auch viele Paulmann. Also vielleicht war Anna Lucia auch ursprünglich mal eine Maseberg? Vielleicht habe ich das im KB von Schöningen auch falsch gelesen.

Ich werde das noch mal im KB von Schöningen überprüfen. Denn die örtliche Nähe von Paulmann und Maseberg in Warberg ist doch verdächtig.

In Warberg war auch passend zu meinem Paar am 15.06.1770 ein Johann Heinrich Paulmann geboren. Aber in der Region haben noch mehrere Johann Heinrich Paulmann zur gleichen Zeit gelebt. (geboren in Barneberg und Klein Mahner und ggf. noch weitere) Um zu wissen, woher der richtige Johann Heinrich Paulmann kam, müsste man die Hochzeit mit Anna Lucia Mesebergen finden. Da oft im Heimatort der Braut geheiratet wurde, müsste man also den Geburtsort von Anna Lucia finden.

Das war der Ansatzpunkt für meine Frage an Sie.

Inzwischen kenne ich aus dem Internet auch viele Meseberg aus Magdeburg (leider sind die KB`s dort verbrannt) und aus der Gegend um Burg bei Magdeburg. Um 1700 lebte auch ein Joachim Meseberg in Bahrendorf. Von da aus muss ich mal weitersuchen.

Viele Grüße

Frank-Otto Görlitz



 von Jürgen Klatt
02.01.2015
 

Hallo Herr Meseberg,

ich danke Ihnen für die Neujahrsgrüße!

Inzwischen habe ich aus Ihrer Grafik ersehen, dass einige meiner eigenen Ahnen (Gisela v. Ammensleben oo Walo II. v. Veckenstedt, Bia v.Harbke, v.Veltheim) in Ihre Linien hineinragen.

Ich muss noch etwas ergänzen und stelle dies dann wieder beim Compgen in die Gedbas-Datenbank ein, über meine Mutter Gertrud Oldecop kann man die bis jetzt erfassten Ahnen zeigen lassen. Ich werte die CD-ROM: "Adel digital" aus, habe auch Brandenburg, Die Nachk. Karls des Großen.

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Vorab aus v.Ledebur:

† Meseberg, Meeseberg. (W: Im B. F. 1 schrgr-gest. S. Leiter.) (Siebm. III. 140.) (Köhne III.197.). Mit Samuel Christoph v.M. am 14. 1. 1781 †. In der Prov.Sachs.: Altenrode.(Osterwieck) 1726. Burg 1660. Herzfelde. (Osterburg) 1580. Zu Meseberg. (Wolmirstädt) 1162. 1781.

Historische Bemerkungen:

>Ahnherr aller Schmidtsdorffs:... den "Oberförster Christian Friedrich Sff". Seine Geburtseintragung 1738 habe ich leider nicht gefunden.Aber seinen Namen als Vater von Johann Friedrich Ferdinand Sff und Friedrich Wilhelm Sff in deren Geburtsurkunden 1766 bzw. 1769 in Meseberg.<

(Aus Mail von Werner Schmidtsdorff in Oldenburg)

Es scheint also das auch auf Ihrer WEB-Seite genannte Gut in Meseberg bei Gransee die Arbeitsstätte des gesuchten gewesen zu sein. Seine Ahnen, sein Geburtsort und sein Dienstherr sind leider unbekannt (v.Reden? Den Namen hörte ich am Sylvesterabend).

Für jede Nachricht über ihn und seine Herkunft auch im Namen des Nachbarn, dankt,

mit freundlichen Grüßen

Jürgen Klatt, Hohne b Celle



 von Sandra Brückner
19.12.2014
 

Liebe Anna-Leena, lieber Uwe,

ich möchte euch ganz herzlich ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes Jahr 2015 wünschen. Ich freue mich sehr über euer Interesse an unserem Vorhaben die Glocken von Meseberg zu sanieren. Im Jahr 2015 wird unsere alte Glocke 500 Jahre alt. und ich habe mich mit er Glockenstiftung Mitteldeutschlands in Verbindung gesetzt und um Hilfe bei der Sanierung unserer alten Glocke gebeten. Im laufe der Jahrhunderte ist die Glocke natürlich in dem Bereich wo der Klöppel anschlägt dünn geworden…. Die Glocken wurden dann besichtigt und festgestellt, dass auch unsere zweite Glocke sehr marode ist. Sie ist aus dem Jahr 1960 und der Stahl aus der die Glocke gegossen wurde war von sehr schlechter Qualität. Ihr wisst ja, welchen Stellenwert in der DDR die Kirche hatte … Diese war eine Neuanschaffung der Gemeinde für eine Glocke die im zweiten Weltkrieg für die Rüstung eingeschmolzen wurde. Nun ist alles auf einem guten und hoffentlich erfolgreichen Weg. Die Glockenstiftung hat Unterstützung angeboten und nun sind wir dabei die notwendigen Mittel aufzubringen. Wir werden einen großen Eigenanteil aufbringen müssen, trotz aller Hilfe…..

Wir hatten schon eine Veranstaltung mit einem Glockenbauer der einen Vortrag gehalten hat und am 2. Advent ein Konzert, dessen Erlös den Glocken zu Gute kommen wird. Uns Hilft jeder Euro und die Sparkasse hat uns zugesagt, dass aus jedem gespendeten Euro durch die Sparkasse 3 Euro werden. Gut oder?

Vielen Dank für eure Unterstützung ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder. Spätestens zur Einweihung der Glocken vielleicht, ich werde euch informieren (wenn ihr möchtet?)

Ganz liebe Grüße Sandra



 von Uwe Meseberg
14.10.2014
 Grunddaten für die Legende

Der Silberschatz der Boke Theaterstück/Aufführung anlässlich des Kirchengemeindefestes Darlingerode im Juni 2015

Gerhard von Meseberg (Adel der Provinz Brandenburg) wird bzgl. seiner Erbansprüche auf das altmärkische Meseberg abgefunden.

Um 1620 Oberforstmeister in Stolberg/Harz verehelicht mit der Tochter des Grafen von Hacke aus Hackpfüffel Pächter einer Silbermine im Kreis Sangershausen (in Stolberg Prägeanstalt)

1632 Gerhard bestellt von Stolberg aus einen Verwalter für die ihm vom Landesherrn in Aussicht gestellte Anwartschaft auf Besitz des Gutes Boke in Altenrode. Dieser soll angeblich die dort noch wohnende Wirtschafterin des verstorbenen Vorbesitzers und dessen Töchter aus dem Haus treiben, weil ihr Erbrecht aus dem Jahre 1628 von der Herrschaft nicht anerkannt wurde.

In Wirklichkeit war dies nach außen hin aber nur ein Ablenkungsmanöver, galt es doch, die Ausbeute aus der Silbermine auf dem heruntergewirtschafteten Gutshof vor den Plünderern im 30jährigen Krieg zu verstecken. Bereits 1625 befanden sich kaiserliche Truppen (Wallenstein/Tilly) in der Region, später kamen die Schweden.

1641 wird Gerhard`s Sohn Gerhard Wilhelm von Meseberg in Stolberg geboren.

1667 Gerhard Wilhelm steht ebenfalls als Oberforstmeister im Dienst des Grafen Ernst zu Stolberg (1650-1710). Ihm unterstanden die Reviere Wernigerode und Ilsenburg einschließlich der Brokenregion. Ein Grund mehr, sich als Pächter auf Gut Boke niederzulassen. Um 1680 wird sein unehelicher Sohn Wilhelm Johann geboren.

1693 Oberforstmeister Gerhard Wilhelm von Meseberg ordnet im Bereich Elbingerode die Holzung Regenstein ohne Wissen und Auftrag des Grafen Ernst im Rahmen einer illegalen Grenzverschiebung zugunsten des Herzogs Anton Ulrich zu Braunschweig-Lüneburg (1633-1714) an. Es kommt zum Zerwürfnis mit dem Grafen, Gerhard Wilhelm kann vorübergehend mangels Einkommen aus dem aufgekündigten Dienstverhältnis auf den Silberschatz zurückgreifen. Die Holzung Regenstein bescherte Herzog Anton Ulrich reichlich Holz für den Bau seines Holzschlosses in Salzdahlum (1688-1694). Als Dank bestellte er Gerhard Wilhelm 1711 zum Oberforst- und Jägermeister. Bereits 1698 erhielt Gerhard Wilhelm von ihm Erbzins- und Lehen zu Schloss Blankenburg und heiratete 1703 im oberen Saal des Gutes Boke in aller Stille die hochwohlgeborene Gräfen Juliana Sybilla von Preen. Später unterhielt er ein großes Haus in Neustadt (heute Bad Harzburg). Alle Ehrungen, Lehen und dergleichen kamen vom Herzog, das Geld aber vom Silberschatz. Drei Jahre vor seinem Tod im Jahre 1720 heiratete er nochmals auf ausdrückliche Genehmigung die Witwe des Wolfenbüttler Hofarztes Stockhausen (geb. Gosewisch), die kurz nach seinem Ableben (Trauerfeier mit dem Klang von 12 Jagdhörnern) sich der verbotenen Pietismusbewegung angeschlossen hatte und wegen Armut unter Androhung von Arrest für die Nachkommen von Gerhard Wilhelm durch einen Berliner Advokaten einen Restanteil aus dem Silberschatz anforderte.

1704 Gesuch von Gerhard Wilhelm, seinen unehel. Sohn Wilhelm Johann in den Adelsstand zu versetzen; sein Vetter Graf von Hacke aus Hackpfüffel befürwortet das Gesuch. Wilhelm Johann besitzt inzwischen eine Erbpacht auf Gut Boke.

1716 Adelsstand für Oberforstmeister Wilhelm Johann, für die uneheliche Mutter seiner Kinder Gerhard Johann und Ernesta sowie beide vorgenannten Kinder (für 224 rh Taxa aus dem Silberschatz). Die Mutter war die Tochter des Hofrates Haberstroh im Schloss Wolfenbüttel, und zwar die Hofdame Friederike Philippine Haberstroh.

Zwischen ihr und dem bescheidenen Wilhelm Johann bestand am Hofe eine große Liebschaft. Durch den nunmehr erlangten Adelsstand war endlich eine Eheschließung möglich. Herzog August Wilhelm (1662-1731) war sehr gnädig, erhielt doch der zweite Sohn des Paares zu seinen Ehren seinen Namen August Wilhelm.

1723 Taufe von August Wilhelm von Meseberg im oberen Saal von Gut Boke. Als Taufpate erscheint persönlich Herzog August Wilhelm. Zuvor die langersehnte Eheschließung der Eltern Wilhelm Johann mit seiner Hofdame. Also Happy End!!! Der Herzog zeigte sich einmal mehr als sehr großzügig zu seinem Hofgefolge. Vielleicht war er aber auch nur gekommen, weil er Silber riechen konnte, z.B. den restlichen Teil des Silberschatzes auf dem Grund des Gutes Boke.

So steht Gut Boke nicht nur für Freud und Leid über drei Generationen einer Familie, sondern auch für diesen geheimnisvollen Silberschatz. Wo hätte sonst das viele Geld herkommen sollen. Einst geheim auf dem Gutshof vergraben, aber wohl nicht so geheim, dass jemand darüber wusste. Denn bis heute gibt es Leute, die daran glauben, dass der Rest des Silberschatzes noch immer irgendwo auf dem Gelände des Gutes Boke vergraben ist.



 von Mark A. Waldmann
23.09.2014
 







Lieber Herr Meseberg,

haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement bei der Kontaktvermittlung!

Ich habe das ganze Wochenende darauf verwendet, alles zusammen zu schreiben, was ihr aus meiner Sicht dienlich zu sein scheint...und heute erhielt ich die Rückmeldung, dass meine Arbeit wohl die Angelegenheit gut unterstützt!

Gerade, wo Sie bereits zum Thema Anna Lessing geb. Zelle bereits eine sehr umfassende Vorarbeit geleistet hatten. Toll, wenn sich die eigene Arbeit mal lohnt! Sofern es Sie interessiert, schicke ich Ihnen auch gern einmal meinen Text.

Lieben Dank auch für die Information, wo meine Daten gefunden wurden! Genau dort sind die (bisher) einzigen genauen Daten zu finden. Ich sollte das aber anscheinend mal ein wenig mehr publizieren, oder?

Mal ganz unabhängig davon, habe ich auch eine Fachfrage an Sie:

Obwohl Ihre bewundernswert lange nachvollziehbare Familie bereits vor dem Bau des heutigen Schloss Meseberg nicht mehr vor Ort ansässig war - haben Sie eventuell Kontakte, über die Ihnen ein "Tag der offenen Tür" vorher angekündigt wird? Ich habe das Problem, dass ich bzw. auch die Familie Lessing nur an solchen Anlässen dort einen Einblick nehmen können, es aber meist erst im Nachhinein erfahren...und es schon vorbei ist.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Restwoche und sende Ihnen...

ganz herzliche Grüße aus Hannover!

Mark A. Waldmann




 von Mark A. Waldmann
18.09.2014
 







Sehr geehrter Herr Meseberg,

vielen Dank für Ihr Engagement zur Nachfrage der Dame aus Berlin. Ich werde mich mit entsprechendem Eifer der Sache selbstverständlich gern annehmen und Sie auch auf dem Laufenden halten. Ich habe sogar Ihre Mail-Adresse noch wieder gefunden!

Deshalb erhalten Sie hier die von mir vor einiger Zeit zusammengeschriebenen Daten zu Schloss Meseberg. Vielleicht habe Sie noch Anregungen / Gedanken / Ideen ...oder einfach Spaß daran, es zu lesen. (Es ist ein Ausschnitt aus einer größeren Familienuntersuchung, die ich einmal angestellt habe.)Falls Sie unsere Mail-Korrespondenz von 2011 schmerzlich vermissen sollten, stelle ich sie Ihnen gern zur Verfügung. Ich habe sie noch!

So, das war`s erstmal für heute.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine angenehme Restwoche!

Schöne Grüße aus Hannover

Mark A. Waldmann

P.S.: Wenn Sie Spaß dran haben: http://mawaldmann.myheritage.com/ (Die Lessings sind leider noch nicht drin...)


 von Uwe Meseberg
22.11.2013
 an: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Nachgang zu dem am 20. d.M. geführten Dialog mit Ihrem Sekretariat bzgl. Ihres an mich gerichteten Schreibens vom 7. November teile ich Ihnen mit, dass meine Familie seit mehreren Jahren jeden Monat einen feststehenden Betrag an die kirchl. Verwaltung Stendal für die Erhaltung der Kirche in Meseberg/Altmark spendet. Hier geht es nicht um weihnachtliche Gefühle bzw. Spenden zur Weihnachtszeit - so wie Sie so was interpretieren - sondern um den Kampf gegen einen drohenden Abriss eines denkmalgeschützten Kulturerbes. Mit Verlaub, ich glaube, diese Kirche bekäme nicht einen Cent, würden wir das Geld auf Ihrem Konto einzahlen. - Leider reichen die von uns bislang eingebrachten Mittel bei weitem nicht aus, um z.B. nur das Dach zu erneuern, und Mittel der EU (wie z.B. 800.000,- Euro für die Grundrenovierung der Kirche in Meseberg/Ruppin neben dem Bundesgästehaus Schloss Meseberg) sind hier nicht zu erwarten. Insoweit stimmt mich Ihr Brief schon sehr traurig in Anbetracht unterschiedlicher Interpretationen in Bezug auf eine wirkliche HILFE.



Mit freundliche Grüßen

Uwe Meseberg.


PS: Diese Nachricht wird veröffentlicht auf der Internetseite www.von-Meseberg.de

Zusatz: Eine Antwort blieb erwartungsgemäß aus.



 von Uwe Meseberg
23.08.2013
 an: Heimatstube Darlingerode

Liebe Frau Förster!

Sicher haben Sie es bemerkt, dass wir den monatlichen Spendenbetrag erhöht haben. Ich denke, die Heimatstube kann das Geld gut gebrauchen und unterstützt Ihre regen Aktivitäten. Gern denken wir noch an das schöne Sommerfest.

Bezüglich unserer Leihgabe "Ölbild von Ernst Meseberg" warten wir mal, ob und wie der Heimatverein damit umgeht. Sollte in 2 Jahren noch immer Interesse bestehen, werden wir Ihnen eine Schenkungsurkunde übersenden. Damit wäre die Heimatstube dann Eigentümer und die Angelegenheit legitimiert.

Zur Herkunft des Bildes: es stammt aus dem Nachlass der in Altenrode ansässig gewesenen Familie von Meseberg und gelang Anfang des 19. Jahrhunderts in den Besitz der Familie Gebhard aus Althausen bei Osterode. Herr Wolff aus Braunschweig (Enkel) entdeckte es vor zwei Jahren zufällig auf dem Dachboden. Von ihm haben wir es gekauft.

Gern hätten wir einmal das Theaterstück über die "Komturei" gesehen, vielleicht übersendet Herr Schädel uns ja noch eine DVD-Kopie.


Wir hoffen, es geht Ihnen Allen gesundheitlich gut.

Viele herzliche Grüße

Ihre Anna-Leena und Uwe Meseberg.



 von Herold-Ausschuss
23.05.2013
 von: Herold-Ausschuss



 von Bürgermeister Nico Schulz
11.10.2012
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

in der Kürze der zeit nur einen Dank für Ihre historischen Nachforschungen. Ich werde dem weiter nachgehen.

Lassen Sie uns die Restauration des David angehen. Ein Benefizkonzert könnte ein guter Auftakt sein. Die Mühle haben die Meseberger ja auch geschafft.

Beste Grüße

Nico Schulz



 von Uwe Meseberg
11.10.2012

Sehr geehrter Herr Schulz!

Vorab einer Prüfung div. Veltheim-Unterlagen in meiner Sammlung hier nachfolgende Daten, die bei Ihren Recherchen hilfreich sein können:

Adalgot von Osterburg wird in einer Urkunde des Halberstädter Bischoffs Burchard II. von Veltheim für das Jahr 1087 n. Ch. erwähnt (7. Juli 25.; UB Kl. Ilsenburg 7, Seite 8). Adalgot war der Sohn des Grafen Werner I. von Osterburg und Altenhausen.

Die älteren Besitzer von Osterburg (Siegfried von Veltheim ab 931 n. Ch.) sind lediglich in Chroniken erwähnt, nicht aber in einer Urkunde.

Auf das Jahr 1087 bezogen könnte Osterburg auf 925 Jahre zurückblicken.

Am Sonntag nach unserem Auftritt hatte ich mir noch einmal die Kirche in Meseberg angesehen, insbesondere das Figurendenkmal von David von Meseberg (siehe anl. Foto). Da muß dringend was geschehen, um alles zu retten. Denkbar wäre der Erlös aus einem Oldie-Benefiz-Konzert mit uns und anderen Bands der Region in einem größeren Rahmen (z.B. in Osterburg im Rahmen eines Sommerfestes etc., da hätten die Bürger von Osterburg ja auch was davon). Vielleicht haben Sie eine gute Idee?

Soweit erst einmal mit

herzlichen Grüßen

Uwe Meseberg





 von Uwe Meseberg
13.09.2011
 an Herrn von Lützow

Sehr geehrter Herr von Lützow!



Angespornt durch das Wappenfenster auf Burg Eltz fand ich die Webseite Ihrer Familie und war überrascht über die Ähnlichkeit Ihres Wappens mit dem Wappen meiner Vorfahren (bis auf die Helmzier). Auch ähneln sich Beschreibung und Deutung, lediglich Region und Landesfürst differieren (hier: Nordmark/Mark Brandenburg und Albrecht der Bär). Beide Fürsten (Heinrich und Albrecht) waren Herzöge in Sachsen und kämpften gegen die Slawen.

So kommt mir der Gedanke, daß möglicherweise meine Vorfahren mit Ihren Vorfahren schon Seite an Seite um 1156 die Brandenburg zurückeroberten (beide mit der Sturmleiter). Zumindest waren sie "sehr" benachbart; im 16. Jahrhundert heiratete ein Heinrich von Meseberg (aus Meseberg/Altmark) eine adelige Dame in Mecklenburg (Lüderitz oder Lützow ?).

Vielleicht haben Sie ja auch Fundstellen in Ihrer Forschung, die auf eine "Nachbarschaft" hinweisen.



Mit freundlichen Grüßen



Uwe Meseberg



 von Uwe Meseberg
31.08.2011
 an Herrn Jörn Lehmann, Edition Rieger

Sehr geehrter Herr Lehmann!

Letztes Wochenende fiel mir anläßlich eines Aufenthaltes im Schloßhotel Meseberg Ihr Buch (Ausgabe 2007) in die Hände und ich stellte fest, daß im Abschnitt "Von den Anfängen Mesebergs" einige Punkte bezogen auf meine Vorfahren immer noch einer Korrektur bedürfen. Ist die Erwähnung von Henning v. M. für 1334 möglicherweise auf beide Orte bezogen (nämlich Meseberg bei Osterburg - Altmark - und Meseberg bei Gransee - Ruppin -), so steht die erste Ortsnennung für 1344 eindeutig nur für Meseberg bei Osterburg! Die Grafen von Lindow übernahmen zwar 1319/1347 Gransee, das Kerngebiet wurde von ihnen aber erst im 15. Jahrhundert kontrolliert. Es ist nicht anzunehmen, daß die ehr unbedeutende kleine Slavensiedlung sofort den Namen Meseberg erhielt, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft die Lindows sich selber niederließen. Nach unseren Unterlagen erhielt Meseberg erst um 1466 seinen Namen von unserem Ahn Heinrich von Meseberg, der um diese Zeit dort Ländereien von der Familie von Rönnebeck gekauft hatte und diese von Markgraf Johann I. im Jahre 1486 belehnt wurden. Heinrich v. M. lebte auch dort und gründete deshalb den Rittersitz! - Als nach dem Erlöschen der Grafen von Lindow 1524 die Lehen vom Kurfürsten eingezogen wurden, war unser Ahn Philipp von Meseberg kurfürstlich-brandenburgischer Hofmarschal und mit der Neuordnung selber befaßt. Die Familie übersiedelte nach Barsikow (auch in der Region Ruppin, besserer Ackerboden!), wo sie weit über 100 Jahre saß. Zwei Mitglieder der Familie zogen in den Berliner Landtag. - Die Familie war im 17. Jahrhundert weit verbreitet, starb dann Anfang des 19. Jahrhunderts im Adelsstamm ab, besteht aber im bürgerlichen Stamm noch heute.

Alles nachlesbar in unserer Homepage www.von-Meseberg.de , alle Fundstellen konnten wir dort natürlich nicht unterbringen.

Als wir unsere Familie im Bundeskanzleramt vor Jahren vorstellten, wurden die Geschehnisse - wie vorstehend - erörtert und später von Herrn Schlich (Bundespresseamt) übernommen. - Ich meine, man sollte bei Veröffentlichungen dann auch einheitlich verfahren und nicht unterschiedlich. Bei Nachfragen - soweit dies kommen - stehe ich doch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Dr. Bernd Bendix
16.08.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

im Anhang sende ich Ihnen meinen Biographie-Entwurf (noch ohne das Portrait) zum Oberforst- u. Jägermeister Gerhard Wilhelm v. Meseberg (1641-1720).

Ihrer Zustimmung bzw. Korrekturen und Ergänzungen mit großem Interesse entgegen sehend verbleibt

mit freundlichen Grüßen

Dr. Bernd Bendix





Gerhard Wilhelm von MESEBERG

von Bernd Bendix

Gerhard Wilhelm von Meseberg wurde am 8. April 1641 als zweiter Sohn in dritter Ehe des Gräflich Stolbergischen Oberforstmeisters Gerhard von Meseberg (um 1560-um 1650) mit einer Frau von Haacke aus Hackpfüffel (bei Sangerhausen) in Stolberg/Harz geboren. Über seine Kindheit und Jugendzeit ist nichts bekannt. Mit Datum vom 3. Juni 1667 wurde v. Meseberg zum Gräflich Stolbergischen Forstmeister in Stolberg/Harz bestallt.

Im gleichen Jahr heiratete er eine Frau von Kerbst. Die Ehe muss nicht besonders glücklich gewesen sein, denn aus einer unehelichen Beziehung mit einer „Eheliebsten“, der Hofdame Haberstroh auf Schloss Wolfenbüttel, stammt um 1680 der in Ilsenburg geborene Sohn Wilhelm Johann.

Sein Wechsel um 1691 als Forst- und Jagdbeamter von der Grafschaft Stolberg zum Herzogtum Braunschweig-Wolfenüttel erfolgte zwangsläufig, da er eigenmächtig Grenzverschiebungen beider Territorien im Harz zugunsten des Herzogtums veranlasst hatte, da Herzog Anton Ulrich dringend Holz für den Bau seines Lustschlosses in Salzdahlum benötigte. Die Entscheidung zu dieser Grenzmanipulation dürfte der Herzog dem Gräflich Stolbergischen Forstmeister v. Meseberg mit Aussicht auf Beförderung und finanziellem Zuschuss erleichtert haben. Die Fäden zu dieser rechtswidrigen Grenzveränderung soll der Herzog seinem Hofmeister Gebhard Wilhelm von Meseberg, dem Bruder des Forstmeisters, in die Hände gelegt haben.

1695 steigt v. Meseberg tatsächlich zum Oberforstmeister im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel auf, obwohl er noch in Stolberger Diensten steht. In dieser Funktion ist er nun auch General-Inspekteur aller Forsten und Jagden der Herzöge zu Braunschweig-Wolfenbüttel-Lüneburg, Damit umfasste sein Verantwortungsbereich den gesamten Harz einschließlich Helmstedt und den Weserdistrikt bis Göttingen.

Eine Instruktion der Herzöge Rudolf August (1666-1704) und Anton Ulrich (1666-1714) von Braunschweig-Wolfenbüttel aus dem Jahre 1698 „behufs Bereisung der Oberforste Königslutter und Helmstedt“ (Elmgebirge) - an seine Person gerichtet - befielt ihm dafür zu sorgen, dass „allenthalben [dort] Eckernkämpe anzulegen sind“ (SCHULTZE 1837, S. 57-58).

In diesem Jahr kauft v. Meseberg, offensichtlich nun vermögend, Erbzinsberechtigung und Lehen des Schlosses Blankenburg im Harz, auch betrieb er eine Silbermine in Hackpfüffel und konnte auch die teure Nachadelung seines unehelichen Sohnes Wilhelm Johann finanzieren. 1703 heiratete er in zweiter Ehe Juliana Sybilla von Preen. Über seine dritte Heirat mit einer Frau Gosewisch, einer Tochter des Hofarztes Backhausen zu Wolfenbüttel, war die Familiendynastie nicht begeistert, da sich die Ehefrau der verbotenen Pietistenbewegung angeschlossen hatte und nach v. Mesebergs Ableben in Berlin deponiertes Geld, unter Androhung von Arrest, für die Enkelkinder erpresst hatte. Am 18. Mai 1704 erhält er durch Herzog Anton-Ulrich die Bestallung zum Jägermeister. Damit ist er bis 1711 sogar noch für die Jagden im Bereich Wernigerode, Ilsenburg und für die der Brockenregion zuständig. Am 1. September 1714 folgt die Bestallung zum Oberjägermeister.

1718 erbaute sich v. Meseberg in Neustadt (jetzt Bad Harzburg) ein großes Haus, in dem er mit seiner und der Richterfamilie Dedekind bis zu seinem Tod am 15. August 1720 wohnte. Die Trauerfeier für Gerhard Wilhelm von Meseberg fand in der Mittagsstunde in den Bergen oberhalb seines Wohnortes in Anwesenheit aller herzoglichen Jägermeister und von zwölf Jagdhornbläsern statt. An der Südwand der Lutherkirche zu Bad Harzburg hat sich sein Epitaph erhalten.

Quellen / Literatur:

StA Wolfenbüttel, Personal-Register der Cammer- u. Kloster-Verwaltung des Herzogthums Braunschweig-Wolfenbüttelschen Theils (Forst- u. Jagdbeamte von 1550-1806).

MESEBERG, Uwe: Schriftl. Mitteilungen an den Autor vom 29.01.2008 sowie 9.06., 30.06. u. 11.07.2011.

HEINEMANN, Wolfgang (2003): Die Chronik des Amtes Harzburg von den Anfängen bis zum Jahre 1800. Selbstverlag, Hanau.

BENDIX, Bernd (2008): Geschichte der Forstpflanzenanzucht in Deutschland von ihren Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts. Verlag Kessel, Remagen-Oberwinter, S. 64.

SCHULTZE, Johann Carl Ludwig (1837): Aktenmäßige Geschichte der Forstwirthschaft und besonders der Forstbetriebsregulirung im Herzogthum Braunschweig seit dem 16. Jahrhundert incl. bis auf die neueste Zeit, als Beitrag zur allgemeinen Forstcultur-Geschichte Deutschlands. Neue Jahrbücher der Forstkunde, Darmstadt, 13. Heft, S. 49-71.



 von Uwe Meseberg
14.07.2011
 an: Herrn Schlegel, Goslarsche Zeitung

Ein Haus verschwand, nicht aber seine Geschichte!

Es war einmal.

Das Dedekindsche Haus - sicher für viele Bad Harzburger noch heute ein Begriff. Im März 2010 ein Opfer der Bagger, um Platz für einen Neubau der Feuerwehr zu schaffen. Da half auch kein Denkmalschutz, ging es doch um das Wohl der Stadt und seiner Bürger und dem Kampf gegen das Feuer. - Aber Denkmalschutz, also da war doch mal was, oder?

In der Tat: das Haus hatte Geschichte, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts vom Oberforst-, Wild- und Jägermeister Gerhard Wilhelm von Meseberg erbaut, der ja Kommandeur aller Forsten und Jagden im Herzogtum zu Braunschweig und Lüneburg war, und dessen Grabplatte heute noch an der Südseite der Lutherkirche in Bad Harzburg zu sehen ist. Wer sich noch an die Größe des Hauses erinnert, mag sich fragen, wieso ein "Jäger" soviel Geld haben konnte, um sich das leisten zu können?!

Herzog Anton Ulrich wollte seinerzeit groß hinaus: ein Schloß wie in Versaille mußte her, um seinen Zeitgenossen imponieren zu können. Wegen der leeren Staatskasse hatte der Jägermeister eine Idee: ein Holzschloß - das ist billiger. Holz gab es genug im Harz, und weil es im Teil des Herzogtums nicht ganz ausreichte, knappte der Oberförster durch eigenmächtige Grenzverschiebungen dem Stolberger Grafen "einige" Festmeter zugunsten des Herzogs ab und lies sich dafür fürstlich "bezahlen". So entstand in Salzdahlum des herzögliche Holzschloß, und in Neustadt/Bad Harzburg das Dedekindsche Haus.

Das Schloß wurde sogar vom Zaren besucht, im Dedekindschen Haus nisteten sich nach dem Ableben des Oberforstmeisters die Anhänger des Pietismus ein. Diese Leute waren ja verpönt. Man munkelte über nächtliche Zusammenkünfte und laute Gesänge, was dem heutigen Begriff "Orgien" nahekam, sicherlich nicht im Sinne des Herzogs sowie des 1720 verstorbenen Oberjägers, umsomehr aber im Sinne seiner "Witwe".

Wie so oft im Zeitgeschehen: beide Gebäude gibt es nicht mehr. Wo einst das stolze Schloß stand, ist nur ein Kartoffelacker zu sehen, und wer das Dedekindsche Haus sucht und sich an die spätere vielseitige Nutzung erinnert (Schule etc.), findet jetzt eine moderne Feuerwehr!

Es war einmal..



 von Landeskirchenarchivarin zu Wolfenbüttel
06.07.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

im Nachgang zu unserer Email vom 01.07.11 teilen wir Ihnen mit, dass wir zum Thema "Meseberg" eine Akte S 1743 mit dem Titel "Verbotene Zusammenkünfte im Mesebergischen Hause in Harzburg" 1726 - 1727 in unserem Archiv haben.

Es geht im weitesten Sinne darum, dass Frau Oberjägermeisterin von Meseberg geb. Gosewisch Pietisten in ihrem Haus beherbergt hatte und "des nachts gepredigt und gesungen" wurde.

Wenn Sie am Inhalt dieser Akte Interesse haben, können Sie sie gern innerhalb unserer Öffnungszeiten einsehen.

Freundliche Grüße

i. A. Birgit Hoffmann

Landeskirchenarchivrätin - Landeskirchliches Archiv

Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel



 von Dieter Fettback
02.07.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

besten Dank für Ihre Nachricht. Ich werde Ihre Hinweise aufgreifen und mich diesbezüglich nochmals mit der mir vorliegenden Literatur beschäftigen.17. Jb. (1871)

„Siebzehnter Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie zu Salzwedel.

Abteilung für Geschichte.“

2. G.A. v. Mülverstedt:

Die zwischen d. J. 1600 u. 1800 erloschenen Adelsgeschlechter der Altmark. S. 142ff

21 II. Jb. (1887):

„Einundzwanzigster Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie zu Salzwedel. Abteilung für Geschichte.“ Heft II.

3. G.A. v. Mülverstedt:

Auszüge aus altmärk. Lehnsacten des 17. u. 18. Jhs. Die ... v. Meseberg. S. 67f

Die von Meseberg. (Wollesen, Beizträge 4, 1910. S. 45-51)

398-1 Kasualienregister Meseberg 1742-1803 (Rittergut Meseberg)

Wenn ich Gewißheiten über die Herkunft von Anna Margaretha Meseberg erlangt habe, melde ich mich wieder.

Gruß und Dank

Dieter Fettback



 von Harry Plaster
01.07.2011
 





Hallo Herr Meseberg !

Sind Sie aus Salzburg zurück? Im Anhang wie besprochen erst mal drei Objekte zu G. W. v. Meseberg. Evtl.

habe ich in meiner Datei auch noch ein farbiges Foto der Grabplatte.

Tschüß aus Bad Harzburg

H. Plaster


 von Dieter Fettback
03.06.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

gestern kam ich bei einer Himmelfahrtstour mit Herrn Beckmann aus Meseberg ins Gespräch über Ihren Auftritte mit den Bobbies im Ort und Kirche vor einer Woche und über Ihre persönlichen Beziehungen zu Meseberg und zur Familie v. Meseberg. Zuvor hatte ich nur etwas darüber aus der Tagespresse erfahren. Herrn Reinhard Beckmann habe ich Himmelfahrt vor einem Jahr kennen gelernt, als ich mich nach dem Hof meiner Vorfahren Beckmann aus Meseberg auf dem Mühlengelände erkundigt hatte. Ein Beckmannhof war im Dorf nicht mehr bekannt. Den ich als Beckmannhof erforscht hatte war bekannt unter Bergemannhof; jetzt Lindenhof. Im Dorf wusste niemand mehr, dass die letzte Beckmannhoferbin einen Bergemann geheiratet hatte (1905). So kamen wir in Kontakt und ich habe Herrn und Frau Beckmann meine genealogischen Forschungen zur Fam. Beckmann und Unterlagen zu Meseberg überlassen. Mit diesen Unterlagen konnte ich unsere gemeinsame Ahnenverwandtschaft und die Herkunft der Familie Beckmann aus dem Bremischen Stift (1652) nach dem Dreißigjährigen Krieg belegen. Ich schreibe Ihnen dieses, weil unsere genealogisch gesicherte Spitzenahnin eine Meseberg ist. Nachdem ich heute im Weltnetz Ihre Seite 'Ahnenforschung zur Familie Meseberg' gefunden habe, habe ich mich entschlossen, Ihnen unsere Meseberger Spitzenahnen mit dem Bezug zur Familie Meseberg zuzusenden.

Familienblatt

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BECKMANN Anna Margaretha (1720 - 1808)

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* 08.11.1720 Meseberg, Altmark

+ 19.01.1808 Erxleben b Osterburg (87 J 2 M 11 T) (Alter und Schwäche)

# 23.01.1808 Erxleben b Osterburg

lebt(e) in Erxleben

Vater : BECKMANN Thomas, Ackermann, jetzt Lindenhof

* 02.02.1690 Meseberg, Altmark

+ 10.02.1762 Meseberg, Altmark

# 17.02.1762 Meseberg, Altmark

Mutter: MESEBERG Anna Margaretha

* 19.02.1693 Meseberg, Altmark ?

+ 19.08.1771 Meseberg, Altmark (78 J 6 M)

# 24.08.1771 Meseberg, Altmark

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oo (K) 29.10.1743 Meseberg, Altmark

ZIEMENDORFF Georg Christoph, Kossat und Krüger

* 1716 Groß Beuster ?

+ 13.01.1795 Erxleben b Osterburg (79 J)

lebt(e) in Erxleben

Schrw.: Zühmendorf; 1752: Zümendorf, 1795: Zühmendorff

Paten 1744 -

1) Anna Elisabeth Preußen, Peter Zühmendorffs Krügers und Coßaten in Meseberg Ehe-frau

2) Margaretha Mesebergs, Thomas Beckmans Ackermann in Meseberg Ehe-frau

Es handelt sich hier um die einzigste Nennung des Familiennamens Meseberg !

Im Sterbeeintrag 1771 von Frau Anna Margrete Beckmann wird von fremder Hand der durchlaufende Text am Ende des Wortes

Beckmann hochgesetzt geb. Sietmann geschrieben. Dafür habe ich bisher keinen Beleg gefunden. Nun liegt es nahe, dass

vielleicht Anna Margarethe Meseberg eine illegitime Tochter eines v. Meseberg in Meseberg sein könnte, obwohl es den

Familiennamen Meseberg - zwar nicht so häufig wie andere Familiennamen nach Ortsbezeichnungen - in der Altmark gibt. Verbindungen zu anderen von mir erforschten Mesebergfamilien habe ich bisher nicht ausmachen können.

3) Michael Beckman, Thomas Beckmans, Ackermans in Meseberg Sohn.

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Leider beginnen die Meseberger Kirchenbücher erst 1743.

Vielleicht können Sie mit Ihren Forschungen etwas zur Aufhellung beitragen.

Dieses wünscht mit den besten Grüßen

Dieter Fettback



 von Priscilla and Frank Maday
01.06.2011
 

Meseberg near Koenigsmark - Koenigsmark in Germany

The following are Jerry' mother's maternal and paternal lines. The two in red ink married eachother.

Herrmann Family

Searching for Carl Frederick Lugwig Herrmann, b. May 1832 in Konigsmark, Prussia/Germany; and his wife Anna Maria Dorthea Fredericke Schoenamann, b. July 1833 in Meiseberg, Prussia/Germany.

Children:

(1) Charlotte Dorothea Frederick Wilhamina Schoenamann (from mother's first marriage)

(2) Anna Augusta Louisa Schoenamanns, b. abt. 1860 (from mother's first marriage)

(3) Charles Carl William, b. Aug. 1861, Meiseberg, Germany

(4) William Friederick, b. 1863 Meiseberg, Germany

(5) Emma Maria Louisa b. abt. 1864 in Michigan

(6) Wilhelmina Bertha Augusta Ella Maria Dorthea, b. abt. 1872 in Michigan

(7) Ella, b. abt. 1875 in Michigan

(8) Alfred Hugo Frantz, b. about 1877 in Michigan

Frederick Family

Other side is Christopher Charles Frederick, b. abt. 1826 in Konigsmark, Prussia/Germany; and his wife Anna Sophia (don't know last name) b. about 1829 or 1830.

Children:

(1) William, b.2-10-1855 Konigsmark (came with wife Fredericke and child Nellie Schlaak).

(2) Henry, b. abt. 1859 in Prussia/Germany;

(3) Gustav, b. 1861 Prussia/Germany

(4) Charles Christian (Carl), b. abt. 1865 in Konesmark, Saxony, Germany

(5) Fredericka, b. abt. 1868 in Konesmark, Saxony, Germany

Pris to "Gloria & Jerry Lecureux" <geraldlecureux@comcast.net>;

Well, I'll tell you WHAT! I've never seen so many words I either don't recognize/can't figure out or they're combinations with verbs I'm not sure of. Yikes. However, it looks like they've sent an awful lot, and I now see Uwe is the husband writing. How nice. I think what I'd done is put some simple German msg. asking for any info on the Meseberg line and mentioned the towns their names popped up in. So if this man's last name is Meseberg, you're probably related somehow. I didn't look at all of the pictures and notes but see that one is of them on the steps of the library or gallery on opening day. One shows a fest celebrating the town's (what was it- year 1185?) birthday as the crowd is passing by an old monastery. Uwe said he and AnnaLese or Anna Leena also attended this celebration. I must have asked what would be good to see if someone came to visit, and they included info about accommodations. There's something about the church books. Maybe I can try to find out something more for you.

Priscilla and Frank Maday

17272 SE 85th Willowick Circle, The Villages, FL 32162-2822



 von Dr. Bernd Bendix
23.05.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

nun sind auch schon wieder drei Jahre seit unserer Korrespondenz zum Oberforst- und Oberjägermeister des Harzes, G.W.v.Meseberg, vergangen. Heute wende ich mich zu diesem Ihren Vorfahren nochmals mit einer großen Bitte an Sie.

Der Landesforstverein Sachsen-Anhalt e.V. beabsichtigt, wie es schon in den Landesforstverwaltungen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg bereits gute Tradition ist, verdienstvolle Forstleute aus Sachsen-Anhalt in einem Biographie-Band zu würdigen. Für dieses Buchprojekt habe ich mich als Herausgeber bereit erklärt und beabsichtige auch den

Oberforstmeister Gerhard Wilhelm von Meseberg (1641-1720)

in diese Biographie aufzunehmen. Würden Sie so freundlich sein und mir zu diesem Forstmann aus Ihrem Familienarchiv entsprechende Informationen besonders zum beruflichen Lebensweg, Ehe(n), Kinder usw. zur Kenntnis zu geben. Gibt es ein Portrait von ihm? Wenn nicht, haben Sie für mich eventuell ein druckfähiges Foto von seinem Grabstein in Bad Harzburg?

Ihre Antwort mit großer Hoffnung erwartend verbleibt

mit freundlichen Grüßen

Dr. habil. Bernd Bendix

Forstoberrat i.R.



 von Alexandra Ilginus, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
17.05.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

ich habe noch einmal in der von Ihnen zitierten Quelle nachgelesen:

Die Urbare vom 9. - 13. Jahrhundert / hrsg. von Rudolf Kötzschke. - Bonn : Behrendt, 1906. - CCIII, 555 S. (Rheinische Urbare : Sammlung von Urbaren und anderen Quellen zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte: Die Urbare der Abtei Werden a. d. Ruhr ; A)

(Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde ; 20)

Auch Sekundärausg.

Gleichzeitig Bd. 2 des Gesamtwerks

Dort ist auf S. 107 Harbke erwähnt: "... 22. in Herbeki unum mansum." Dieser Eintrag gehört zu §21. Amt Thiedolfs (Helmstedt-Seedorf)

Dieser Eintrag aus dem 10/11. Jh. findet sich auf den Bll. 10v-11v des Urbars B "Verzeichnis vornehmlich des Abteiguts in Werdens Umgebung, Ostsachsen und Friesland vom Ausgang des 10. bis in den Beginn des 12. Jhs." Original: Düsseldorf St.-A. Hs. A 88

Auf Wunsch kann ich Ihnen eine Kopie der S. 107 der Edition von 1906 zusenden. Wenn Sie eine Reproduktion des Originaleintrags bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv Düsseldorf. Die Anschrift finden Sie hier:

http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/service/anfragen/index.shtml

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit ein wenig weiterhelfen konnte und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Im Auftrag

Alexandra Ilginus (Handschriftenabteilung)

Herzog August Bibliothek Wolfenbuettel http://www.hab.de

Abt. Handschriften, Sondersammlungen



 von Utz Meseberg
27.01.2011
 






Lieber Uwe !

Hier einige Ergänzungen:

Von Kyckpusch war definitiv der Stallmeister des Markgrafen von Schwedt, einer Nebenlinie Friedrichs des Großen. Auch die wurden mit königliche Hoheit angeredet. Er hat meine Urururgroßmutter mit dem von Kyckpusch verheiratet. (Beleg vom Französichen Dom in Berlin). Meine Unterlagen sind ganz leicht zu sortieren: Du hast den Spurius und „Zopfmenschen“, den ersten Nichadligen Johan Andreas Gottlieb, meinen Ururgroßvater und eine Auflistung seiner Kinder,darunter auch Dr. Karl Ludwig Vinzenz Meseberg, Rufname Vinzenz, wieder mit seinen Nachkommen, darunter auch Friedrich Wilhelm Ludwig Karl Konstantin Martin Clemens Meseberg, Rufname Clemens, meinen Großvater, wieder mit Gerhard Vinzenz August Clemens Meseberg, Rufname Gerhard, meinen Vater, der nie in Cottbus gelebt hat Erbstücke gibt es bei uns nicht, auch der originale Adelsbrief und der danach angefertigte Petschaft sind Geschenke an Nr. 3 und beziehen sich auf den als Kommandeur der Garde 1795 von Friedrich Wilhelm II nachgeadelten Christian Adolph von Meseberg. Er war bei der Geburt des Spurius 1769 noch nicht adelig und scheidet daher als Vater aus.

Im übrigen scheinst Du einem unbescholtenen ehrlichen Verwandten nicht zu glauben. Ich habe Dir schon wiederholt geschrieben, daß ich den Text zu meinem neuen Wappen nicht gemacht habe sondern daß er aufgrund der eingereichten Unterlagen allein vom HEROLD verfaßt wurde. Der Siegelring meines Vaters enthält das Wappen von Christian Adolph und ist daher nicht relevant.

Was für Unterlagen hast Du von den anderen beiden vermeintlichen Kandidaten und woher kommt Deine Aussage zu dem nicht erfolgten Geständnis auf dem Sterbebett ? Beides interessiert mich natürlich sehr !

Was hat denn Ilse Meseberg- Haubold dazu gesagt, daß ich noch immer auf eine Eröffnung des Adelsbriefs warte ?

So, lieber Uwe, das in aller Eile.

Viele Grüße

Utz


 von Lorenz Beck
27.01.2011
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

ja, verstanden. Mit dem "wohl Vater des" sind wir ja auch bisher auf der vorsichtigen Seite und geben damit an, daß weitere Erkenntnisse jederzeit zu einer Präzisierung oder Korrektur führen können. Dann wäre nur stillschweigend in Zeile 1 "Meseberg" in "Trebbin" zu ändern.

Dank und Gruß,

Ihr Lorenz Beck.



 von Uwe Meseberg
27.01.2011
an: Dr. Beck

Sehr geehrter Herr Dr. Beck!

Ich empfehle, das Bindeglied in der Linie Utz Meseberg so zu belassen oder nur den bürgerl. Stammvater zu nennen, da die vermutete Vaterschaft von Gerhard Johann noch auf schwachen Füßen steht und Herr Utz Meseberg derzeit nicht von seiner Theorie abweichen möchte (e-mail von heute!). Ein Schreiben würde ihn sehr verärgern. Trebbin als Herkunftsort ist richtig.

Ich glaube, mit dieser Regelung können "beide" leben, eine Berichtigung im Text aufgrund neuer Archivfunde wären ja immer noch möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Uwe Meseberg.



 von Mark A. Waldmann
30.12.2010
 

Sehr geehrter Herr Meseberg,

es freut mich, Sie bei der aktuellen Witterung wieder heile daheim angekommen zu wissen. Sie hatten hoffentlich eine angenehme Zeit in Finnland.

Sie haben Recht. Ich habe bereits vieles von Schloss Meseberg im Zusammenhang mit der Familie Lessing, die durch den wirtschaftlichen Aufstieg der Vossischen Zeitung in Berlin das Schloss erwerben konnten, erfahren können. (Eine kurze Zusammenfassung habe ich Ihnen dieser Mail beigefügt.)

Mein Schwerpunktthema, ist eigentlich die Suche nach Hinweisen auf das, was eventuell als Familienwappen herangezogen wird: die drei Ringe, die an Gotthold Ephraim Lessings (1728-1781) Ringparabel aus seinem "Nathan der Weise" angelehnt sind. Wie Sie Seite 2 meiner beiliegenden Zusammanfassung entnehmen können, liegen die in der Wappenrolle eigetragenen Personen beinahe deckungsgleich mit den Eigentümern von Schloss Meseberg, wodurch ich die Annahme habe, dass beides irgendwie in Verbindung steht.

Es gibt dazu leider sehr wenige Detailaufnahmen, die eine Aussage zulassen, in wie weit das Symbol am Schloss Verwendung fand und in welcher Form dargestellt wurde. (Der Kunsthistoriker Dr. Jörg Kuhn aus Berlin meinte, dass Die Ringsymbolik an verschiedenen Stellen verwendet wurde. Aber auf den offiziellen Fotos ist das nicht erkennbar.)

Gleichzeitig gibt es eine Aussage im 5. Absatz des ebenfalls beiliegenden Artikel, dass die Familie Lessing bei der Ausgestaltung 1885/1886 mit Bildern, Skulpturen etc. mehrfach vertreten gewesen sein soll. Dazu fehlen mir allerdings nachweisbare Quellen. Auch ist in keiner mir bisher zugänglichen Unterlage ein Hinweis darauf zu finden, welche Werke dort vertreten waren.

Die Eigentumsverhältnisse und Erbverlagerungen an Schloss Meseberg durch die Familie Lessing sind mir zumindest grob bekannt. Allerdings bin ich dabei auf Dritt-Quellen angewiesen, die nicht unbedingt alle zufriedenstellend sind. Daher kann ich meistens nur mit Annahmen und Deutungen anderer arbeiten ohne die realen Zeugnisse zu sehen.

Sie schrieben, dass eine Frau Lessing kurz vor Übergabe des Schlosses an die Bundesregierung dort war. Meines Wissens war sogar eine größere Gruppe der Familie Lessing als Besucher dort. Allerdings glaube ich nicht, dass dies auf offizielle Einladung hin erfolgte. (Das werde ich aber für eines der kommenden Familientreffen mal anregen.) Immerhin handelte es sich um ein Symbol des wirtschaftlichen Höhepunktes der Familiengeschichte, der bisher leider nie wieder in der Form erreicht wurde.

Sie sehen, ich bearbeite ein doch recht großes Gebiet der Lessing-Familien-Geschichte. Ein wichtiger und - in meinen Augen - sehr interessanter Teil ist Schloss / Gut Meseberg im Besitz der Familie Lessing. Leider sind kaum Dokumente der betroffenen Familienmitglieder über die Zeit erhalten oder auffindbar, wodurch ich immer auf indirekte Quellen angewiesen bin.

Aber vielleicht können Sie mir ja den einen oder anderen Hinweis geben, wo ich noch etwas finden kann, was mir weiterhilft.

Vorher wünsche ich auber auch Ihnen und Ihrem Umfeld eine angenehme Ankunft einem erfolgreichen, gesunden und ereignisreichen 2011!

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft zur Unterstüzung!

Mit freundlichen Grüßen aus Hannover

Mark A. Waldmann



 von Uwe Meseberg
03.01.2011

Sehr geehrter Herr Waldmann!

In der Broschüre "Schlösser und Gärten der Mark" - Heft 100 - des gleichnamigen Freundeskreises (ISBN-Nr. 978-3-9812292-4-0) wird ausführlich über die Lessings auf Schloß Meseberg berichtet, auch gibt es mehrere Fotos über das Familienwappen. Danach erwarb Carl Robert Lessing das Anwesen für seinen kränklichen Sohn Gotthold (frische Landluft). Das Wappen aus dem Siegelring von Carl Robert befindet sich an der Schlosstür, auf dem Gedenkstein im Park Nähe des Lessing-Mausoleums und insbesondere am Turm der Kirche in Meseberg (Fotos in der Broschüre). Im Schloss selber gab es Gemälde des Historienmalers Karl Friedrich Lessing (1808-1880) und Skulpturen des Bildhauers Otto Lessing (1846-1912). Die Kunstgegenstände wurden teilweise im Jahre 1931 mit dem Schloss versteigert (s. Auktionskatalog Berlin 1931). 1934 kehrte für kurze Zeit die Witwe Anna Lessing auf das Schloss zurück, weil der Käufer nicht zahlte, im gleichen Jahr verkaufte sie dann an den Diakonieverein Berlin-Zehlendorf. Ein Werk des Bildhauers Otto Lessing ist noch heute in Meseberg, nämlich die Plastik "Die Kreuzabnahme" im Chorbereich der Kirche in Meseberg (Foto ebenfalls in der Broschüre).

Weitere Fundstellen: Helmigk 1929, S. 130f; Jörg Lehmann 2007, S. 79 "Meseberg - Schloss und Dorf"; Kirchenbuch von Meseberg (1885-1934). Auskunft erteilt auch der Architekt Uli Böhme, Berlin.

Mehr Informationen gibt unser Archiv nicht her. Das Schloss mit seine Daten etc. ist in unserer Forschung lediglich ein "Nebenprodukt", unsere Familie hatte ja ca. 200 Jahre vor Errichtung des Schlosses auf den Fundamenten des Ritterguts Meseberg die Region verlassen.


Ich hoffe, unsere Auskünfte und Hinweise helfen Ihnen weiter. Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Meseberg



 von Uwe Meseberg
01.02.2009
 an: Frau Müller

Sehr geehrte Frau Müller!

Zu Ihrer Anfrage vom 13. November 2009:



Schloß Meseberg erhielt seinen Namen vom gleichnamigen Dorf, welches sich seinen Namen vom Namen unserer Familie entlehnte, die aber u.a. auch in zwei weiteren Orten mit diesem Namen lebte. Aus dem Dorf Meseberg, wo um 1730 das Schloß auf dem Fundament unseres alten Rittersitzes durch die Familie von Wartensleben erbaut wurde, war sie bereits um 1530 abgewandert (siehe www.von-Meseberg.de). Daten über das in den Gartenanlagen des Schlosses beschäftigte Personal geben meine Unterlagen somit nicht her, es liegen aber folgende Erkenntnisse vor, die Ihre Recherchen einkreisen können:

wenn Ernst Philipp Rungenhagen im Jahre 1779 geboren wurde, stand er um 1810 voll in seinem Beruf als Kunstgärtner. Im Jahr 1810 wurde im Auftrag der Besitzerfamilie "von Kaphengst" die Gartenanlage durch den bekannten Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné angelegt. Ihr Vorfahre ist also im Umfeld dieses Mannes zu suchen, möglicherweise taucht der Name im Personalregister der Familie "von Kaphengst" oder der Besitznachfolger (Familie von Jagow) auf.

Der Berliner Architekt Ulli Böhme (er war mit der Schloßrestaurierung beschäftigt) kennt ein Familiemitglied der Familie "von Kaphengst" in Berlin, der möglicherweise noch überlieferte Personaldaten besitzt und Ihre Frage beantworten kann.



Eine Frohe Adventszeit wünscht Ihnen



Ihr



Uwe Meseberg



 von Helga Bartel
01.02.2009
 



 von Uwe Meseberg
15.01.2009
 an: Jens Preißner

Herrn

Jens Preißner

Schulweg 1

29396 Schönewörde



Ihre Telefonate vom 2. und 9.d.M.

Sehr geehrter Herr Preißner!

Bislang blieb Ihr angekündigter Brief aus. Ich habe deshalb einige Punkte Ihrer mündlichen Darstellung aus dem Gedächtnis heraus überprüft und versucht, einen "Einstieg" für unsere Meseberger Ahnen zu finden. Leider vergeblich!

Zu den Dörfern:

sie waren frühe Siedlungen der Slaven und Wenden. Das vor der Völkerwanderung das Gebiet von den Germanen bewohnt war, ist nicht Gegenstand bzw. Inhalt unserer Forschung.

Zum Wappen:

Das Wappen unserer Familie ist 1984 nochmals vom HEROLD Deutsche Wappenrolle in Berlin in Bezug auf die Genehmigung eines neuen bürgerlichen Wappens überprüft worden und steht nicht in Anlehnung "ähnlicher" Wappensymbole anderer Familien. Die Entstehung im Jahre 1156 bleibt in unserer Internetseite solange dargestellt, bis eine andere Quelle anderes aussagt. Ich bitte dabei zu beachten, daß im Schild eine schräg angelegte Sturmleiter!!! mit zwei Sturmhaken steht!

Familie von Veitheim:

Diese ist urkundlich erstmals um 1087 erwähnt, eine Verbindung des Familiencomitees "Grieben-Ammensleben-Harbke-Meseberg" zu den Veitheims ergab sich erst später durch eheliche Beziehungen. Geschehnisse in der Zeit vor 1100 n Chr. stehen nicht im Zusammenhang beider Familien, zumal die "Osterburger" später auch ranghöher waren. - Eine Verbindung zu einer Familie "Velthien" ist nicht erkennbar und deshalb spekulativ, desgleichen eine direkte Verbindung zu den Weifen in dieser Zeit. Eine indirekte Verbindung besteht allerdings zu den Saliern, den Karolingern und Gegenkönig Hermann.

Studentenbriefe und Leichenpredigten:

Sie erscheinen zeitlich erheblich später und sind für die "Urgeschichte" unerheblich.

Familien mit den Namen Meseberg wohnten in den verschiedensten Orten in der Altmark und in Brandenburg, inwieweit sie Zugang zum Adelsgeschlecht hatten, ist nicht immer nachgewiesen.

Und Abhandlungen in "Prosa" über geschichtliche Vorgänge wurden durch die Fantasie und Anteilnahme der jeweiligen Zeitzeugen und Geschichtsschreiber im unmittelbaren Umfeld der Herrscher oft "gefärbt" erstellt. Allein der Inhalt von Urkunden ist entscheidend, und ich meine, die wichtigsten Quellen über meine Vorfahren zu kennen.

Ehrlich gesagt, ich bin nicht richtig dahinter gekommen, worauf Sie in Ihren Telefonaten hinaus wollten. Ich gehe mal davon aus, daß sich in der "Basis" derzeit keine neuen Erkenntnisse ergeben und wir die Sache damit beenden. Ich danke Ihnen aber für Ihr gezeigtes Interesse am Stammbaum unserer Familie.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

(Uwe Meseberg)



 von Frau Helga Bartel
03.12.2008
 



 von Luttmer von Nieders. Landesarchiv . Staatsarchiv Wolfenbüttel
07.04.2008
 Luttmer von Nieders. Landesarchiv . Staatsarchiv Wolfenbüttel



 von Karl Schlich vom Bundeskanzleramt. Berlin
29.01.2008
 Karl Schlich vom Bundeskanzleramt



 von Jörn Lehmann. Liebenwalde
14.01.2008
 Jörn Lehmann. Liebenwalde



 von Frank Meseberg
09.12.2007
 

Schön dass es so eine Internetseite gibt.



 von Dr. Hans Heinrich von Srbik, Messerschmitt Stiftung, München
20.09.2007
 Dr. Hans Heinrich von Srbik, Messerschmitt Stiftung



 von Uwe Meseberg
24.09.2007



 von Dr. Michael Groß, Bundeskanzleramt, Berlin
31.07.2007
 Dr. Michael Groß, Bundeskanzleramt



 von Hans Thaysen, Bundeskanzleramt, Berlin
15.04.2006
 Hans Thaysen, Bundeskanzleramt

 von Uwe Meseberg
18.08.1994
 an: Utz Meseberg, Neuwied



 von Dr. H.-G. Krey, Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin
10.09.1987
 Dr. H.-G. Krey, Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin



 von Akademie der Bildenden Künste der DDR
31.08.1987
 Akademie der Bildenden Künste der DDR



 von Vikar Hackpfüffel
05.06.1987
 Vikar Hackpfüffel



 von Else Tiedemann, Altenburg
17.03.1987
 Else Tiedemann, Altenburg



 von Doria Werk
20.12.1985
 Doria Werk



 von Else Tiedemann, Altenburg
17.11.1985
 Else Tiedemann, Altenburg



 von Gerhard Reiche, Archivar Osterwieck am Harz
19.07.1985
 Gerhard Reiche, Archivar Osterwieck am Harz



 von Dr. v. Gynz-Rekowski, Wernigerode
19.03.1985
 Dr. v. Gynz-Rekowski, Wernigerode



 von R. Brabender, Zielitz
01.07.1984
 R. Brabender, Zielitz



 von Ev.-Luth. Kirchengemeinde, Bad Harzburg
20.03.1984
 Ev.-Luth. Kirchengemeinde, Bad Harzburg



 von Egbert Meseberg
02.07.1983
 Egbert Meseberg