Reisen der Heraldikseite der Familie Meseberg  

Reisen

Forschungsreisen

Reise 1: 1976 Familie Schulze in Meseberg/Niedere Börde
Reise 2: 1977 Meseberg/Altmark mit Tangermünde
Reise 3: 1984 Schloss Meseberg/Gransee
Reise 4: 1989 Altenrode/Harz - Gutshof Alte Comturei
Reise 5: 1991 Schloss Meseberg/Gransee
Reise 6: 2002 850-Jahr-Feier Meseberg/Niedere Börde - Ehrengast
Reise 7: 2005 Bundeskanzleramt Berlin - Vorstellung der Familie
Reise 8: 2007 Schloss Meseberg - Tag der offenen Tür
Reise 9:2009 Ritterakademie, Marienkirche Wolfenbüttel - Fürstengruft - / Burg Falkenstein / Stolberg / Altenrode - Gutshof
Reise 10:2010 Kreuzritterburg Anamur (in Anatolien)
Reise 11: 2011 Benefizkonzert für die Kirche in Meseberg bei Osterburg
Reise 12:2011 Schloss Meseberg und Groß-Ammensleben
Reise 13: 2011 Burg Eltz und Reichsburg Cochem
Reise 14:2012 von Corvey nach Myra - in 600 Jahren
Reise 15: 2012 Der Weg nach Rom - auf den Spuren der deutschen Kaiser
Reise 16:nach Darlingerode
Reise 17: Von Südwestanatolien bis zum Paderborner Dom
Reise 18: Zeitreise
Reise 19: zur Uraufführung des Theaterstücks "Der Silberschatz" im Juni 2015 in Altenrode
Reise 20: 975-Jahrfeier
Reise 21: unversehrte Zeugnisse der Vergangenheit
Reise 22: Treffen des Freundeskreises Meseberg
Reise 23: Auf der Spur der Harzgrafen
Reise 24: Auf den Spuren des Obristen


Zur Reise Nr. 9 vom 17. bis 20. Juli 2009:

Fürstengruft Wolfenbüttel
Auf einer Familienreise nach Wolfenbüttel im Jahre 1957 besuchte ich mit meinen Eltern die Fürstengruft unterhalb der Hauptkirche (Marienkirche), um eine im Gewölbe eingearbeitete Gedenktafel des David von Meseberg zu deuten. Nach dem damaligen Wissensstand erklärte mein Vater, wir hätten mit dieser Person nichts zu tun. David von Meseberg war als Zögling der vom Herzog eingerichteten Ritterakademie (Gebäude neben dem Schloss) sehr jung (vermutlich bei einem Jagdunfall) verstorben. Die Gedenktafel war dem damaligen Küster, Herrn Egeling, aufgrund des Familiennamens aufgefallen, denn die Schwester seines Schwiegervaters war eine geborene Meseberg.

Am 17. Juli d.J. war es uns durch den jetzigen Küster, Herrn Fink, nochmals möglich, in die Fürstengruft zu gelangen. Die Ehrentafel war nicht auffindbar. Herr Fink erwähnte in diesem Zusammenhang, dass hier vor Jahren wegen statisch bedingter Sicherheitsvorkehrungen bauliche Veränderungen durchgeführt wurden. Ergänzend erklärte auch Herr Kramer aus Wolfenbüttel dazu folgendes: als er im Jahre 1960 in der Kirche konfirmiert wurde, war der Teil der Fürstengruft mit den weniger bedeutenden Personen einfach zugemauert worden, weil die Gefahr eines Einsturzes im Gewölbeteil bestand (Bodensenkung). Unterhalb der Kirche verlaufen ja mehrere Wasseradern, und das Fundament der Kirche sei schon deshalb entsprechend abgesichert gewesen. Über das Schicksal der im abgetrennten Teil der Gruft gewesenen Reliquien könne gegebenenfalls Herr Grothe vom Schlossmuseum Auskunft geben. Auch Herr Menzel, Vorgänger von Herrn Fink im Amt des Küsters, weiß nichts über den Verbleib. Herr Kramer glaubt, man hätte alles so gelassen und zugemauert. Zur Grabanlage sowie zu den ehem. Zöglingen der Ritterakademie verwies Herr Grothe auf folgende Literatur:
1. Grabungsbericht
Buch: Die Hauptkirche Beatai Mariae Virginis in Wolfenbüttel
Forschung der Denkmalpflege Band IV - Hann. 87 -
2. Matrikel in der Herzog August Bibliothek, "Zöglinge der Ritterakademie" von Alfred Kuhlenkamp
3. Buch: "Die Ritterakademie Rudolf Antoniana in Wolfenbüttel" - techn. Universität Braunschweig -
Beiträge zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina Band III Braunschweig 1975

FÜRSTENGRUFT UNTER DEM CHOR
1 - Elisabeth Sophie * 20. VIH. 1613 † 12. VII. 1676, dritte Gemahlin von August d. J.
2 - Christina Margaretha * 13. III. 1615 † 16. VIII. 1666, Herzogin von Mecklenburg, Schwester der vorigen
3 - August d. J. * 10. IV. 1579 † 17. IX. 1666, regierte 1635-66
4 - Amalia Anthonia * 7. VI. † 10. VI. 1668, Tochter von Anton Ulrich
5 - Eleonora Sophie * 5. VIII. 1655 † 7. I. 1656, Tochter von Rudolf August
6 - Sibylla Ursula * 10. IX. 1672 † 1. IV. 1673, Tochter von Anton Ulrich
7 - Leopold August * 27. II. 1661 † 5. HI. 1662. Sohn von Anton Ulrich
8/9 - Anton Ulrich * 4. X. 1633 † 27. III. 1714, regierte 1685- 1714 Elisabeth Juliana * 24. V. 1634 † 4. II. 1704, dessen Gemahlin
10 - Anna Sophia * 29. X. 1659 † 28. VI. 1742, Tochter von Anton Ulrich, Markgräfin von Baden-Durlach
11 - August Friedrich * 24. VIII. 1657 † 22. VIII. 1676. Sohn von Anton Ulrich
12 - Dorothea Augusta * 12. II. 1577 † 23. XII. 1625, Schwester von Heinrich Julius, 1611-25 Äbtissin zu Gandersheim
13 - August Wilhelm *8. III. 1662 † 23. III. 1731, Sohn von Anton Ulrich, regierte 1714-31
14 - Elisabeth Sophie Marie * 2. IX. 1683 † 3. IV. 1767, dritte Gemahlin von August Wilhelm
15 - Christian Franz * 1. VI11. † 7. XII. 1639, Sohn von August d. j.
16 - Heinrich Julius * 15. X. 1564 † 20. VII. 1613, regierte 15S9-1613
17 - Sophie Amalie * 18. I. 1670 † 17. II. 1710, zweite Gemahlin von August Wilhelm
I8 - August Franz * 7. X. 1665 † 14. XII. 1666, Sohn von Anton Ulrich
19 - Elisabeth * 25. VIII. 1573 † 19. VII. 1626, zweite Gemahlin von Heinrich Julius
20 - Friedrich Ulrich * 5. IV. 1591 † 11.VIII. 1634, Sohn von Heinrich Julius, regierte 1613-34
21 - Heinrich Karl * 3. IX. 1609 † 11. VI. 16)5, Sohn von Heinrich Julius
22 - Julius August * 9. II. 1578 † 31. VIII. 1617, Bruder von Heinrich Julius, Abt zu Michaelstein
23 - Christian * 10. IX. 1599 † 6. VI. 1626, Sohn von Heinrich Julius, Bischof von Halberstadt 1616-24, genannt „der tolle Christian"
24 - Charlotte Auguste * 22. VII. † 6. VIII. 1692, Tochter von Ludwig Rudolf
25 - August Karl * 4. VIII. † 21. XII. 1664, Sohn von Anton Ulrich
26 - Ernst Leopold von Holstein-Norburg * 15. VIII. 1685 † 7. VI IT. 1722, Schwager von August Wilhelm
27 - Friedrich, Pfalzgraf bei Rhein * 19. X. 1594 † 10. VII. 1626
28 - August Heinrich * 14. VIII. 1663 † 24. II. 1664. Sohn von Anton Ulrich
29 - Christina Sophia * 4. IV. 1654 i 26. I. 1695, Tochter von Rudolf August, erste Gemahlin von August Wilhelm

Burg Falkenstein
Zum Familienverbund der Grafen, aus dem die Familie Meseberg hervorging, gehörte auch die Familie von Valkenstein/Falkenstein (die Harzgrafen). Diese übernahm im Jahre 1140 die Burg Falkenstein (erbaut ca. 100 Jahre davor), die im Gegensatz zu den anderen Burgen der Grafen (z.B. die Griebenburg) niemals zerstört wurde und genau die Art von Schutzbefestigung aus Stein wiedergibt, wie sie ab dem 11. Jahrhundert üblich war. Ein Juwel aus vergangener Zeit in einem hervorragenden Zustand, der Besuch bedeutet eine Reise ins tiefe Mittelalter.

Burg Falkenstein
Burg Falkenstein (2009)

Stolberg
Ebenfalls eine Reise in das Mittelalter. Im Tal eine verträumte Fachwerkidylle mit großer geschichtlicher Bedeutung (Münze), überthront vom beeindruckenden Schloss der Grafen von Stolberg, das derzeit von der Stiftung Deutscher Denkmalschutz aufwendig restauriert wird. Hier wirkten im Forstdienst der Grafen zwei Generationen der Familie von Meseberg.

Stolberger Münze
Stolberger Lageplan (Wandgemälde) und Stolberger Münze

Gut Boke in Altenrode
Das Haus steht noch so wie beim ersten Besuch im Jahre 1989, wird aber im Gegensatz zum Gutshof Meseberg bei Osterburg bewohnt. Hier fand ja im Jahre 1723 die Taufe von August Wilhelm v. Meseberg im "oberen Saal" statt, Taufpate war der persönlich anwesende Herzog August Wilhelm. - Das Kirchenbuch von Altenrode für diese Zeit ist verschwunden, eine kirchlich beglaubigte Abschrift der Taufeintragung aus dem Jahre 1983 liegt uns vor. Die Geschichte von Altenrode ist derzeit neu in einer Ortschronik der Verwaltungsgemeinschaft Ilsenburg (Ortsteil Darlingerode) veröffentlicht worden.


Gut Boke und Strassenschild 2009

Uwe u. Anna-Leena Meseberg, 22. Juli 2009

Gesprächsnotiz Telefonat am 23. Juli 2009 mit Herrn Förster in Darlingerode, Tel-Nr.: 03943-634128

1. Die Ortschronik über Darlingerode von Hermann Paul Reichardt (ISBN 3-00-018576-3) wird von ihm übersandt (er ist Leiter der dortigen Heimatstube).
2. Neben dem Gutshof Boke nennt er auch den Edelhof, Straße der Republik Nr. 18 in Darlingerode. Für diesen Edelhof gibt es folgende Eintragungen:
Harbert Wilhelm v.M. für 1666
Gerhard Wilhelm v.M. für 14.02.1668
Lehen auf Edelhof am 29.10.1691
Erwerb des Gutes am 04.11.1699 durch S. von Preen (2. Ehefrau von Gerhard
Wilhelm)
3. Herr Förster kennt den oberen Saal auf Gut Boke (hinterer Teil des Hauses, vorn waren die Stallungen). Er bestätigt, daß das Kirchenbuch von Altenrode für die Zeit um 1720folgende seit 1994 verschwunden ist. Die Kirchenbücher lagen ja lose ohne Aufsicht in der Pfarrei herum. Das Gut Boke gehört derzeit Herrn Franz Bartels, es ist vermietet. Er verweist auch auf den Comptur von Lauingen, Heuer von Lauingen (Deutscher Ritterorden). Die Spur von Gerhard Johann wird hier bzw. im Umkreis von Königslutter zu finden sein. Ein Treffen mit Herrn Förster wurde vorab vereinbart. - Herr Reichelt (Archivar in Ilsenburg) erklärte fernmündl. am 27.07.09, daß nicht ein ganzes Kirchenbuch fehlt, sondern wohl nur 20 Seiten daraus.


Auf den Spuren der Ur-Urgroßväter

Ein denkwürdiger Besuch der ehem. Residenzstadt Wolfenbüttel
Wer denkt schon an die ehrwürdige Vergangenheit dieser Stadt, wenn er auf dem Schlossplatz das Glück hat, einen Parkplatz zu ergattern. So war es jedenfalls vor ca. zwei Wochen, als ich auch wegen der Geschichte meiner Familie Wolfenbüttel einen Besuch abstattete. Doch bereits nach einem kurzen Rundgang durch die bezaubernde Innenstadt mit ihrem Fachwerk spürte ich eine besondere Ausstrahlung, etwas, was man nur fühlt und nicht sieht, ein ganz besonderes Flair. Vielleicht ist es das Schloss und seine unmittelbare Umgebung mit dem Kleinen Schloss (ehem. Ritterakademie), dem Lessing-Haus, der Herzog August-Bibliothek und dem ehemaligen Zeughaus. Das hat was! Wobei ich auch schon mittendrin bin in der Zeit meiner Urgroßväter.
In einer Suchanzeige der "Hannoverschen Anzeigen" vom 15. Okt. 1762 unter XV "Vermischte Nachrichten" - zufällig gefunden in der Herzog August-Bibliothek - war es einer vornehmen Familie daran gelegen, zwecks einer Ahnenprobe Mitglieder der Familie von Meseberg aufzufinden, die aus Meseberg/Altmark stammt, Güter in Brandenburg unweit von Ruppien besaß - heute liegt dort Schloss Meseberg, Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland - und Philipp von Meseberg kurfürstlich-brandenburgischer Hofmarschall war. Ein Zweig dieser Familie saß dann später ca. 150 Jahre lang im Harz sowie in Wolfenbüttel (Harzzeitschrift Nr. 21 aus dem Jahr 1888).
Laut einer Notiz im ältesten noch vorhandenen Kirchenbuch von Meseberg/Altmark war mein Ur-Urgroßvater Gerhard von Meseberg nach einer Abfindung im Jahre 1620 in den Forstdienst der Grafen zu Stolberg "bestallt" worden, ebenso sein 1641 in Stolberg geborener Sohn Gerhard Wilhelm. Dieser hatte es dann - wie man heute sagt - so richtig in sich! Im Jahre 1693 schaffte er es nämlich, aufgrund seiner herausragenden Stellung als Oberforstmeister durch eigenmächtige Grenzverschiebungen (bei Elbingerode) den Stolberger Grafen erhebliche Forstgebiete abzuzweigen zugunsten der Herzöge zu Braunschweig-Lüneberg mit Sitz in Wolfenbüttel (hier: Herzog Anton-Ulrich). Hintergrund war der Bau des Holzschlosses in Salzdahlum nach Versailler Vorbild, und Holz gab es im Stolberger Revier reichlich. Es kam in Stolberg zum Zerwürfnis, der Herzog in Wolfenbüttel bestallte ihn aber umgehend für sich in den Forstdienst und ernannte ihn darüber hinaus zum Jägermeister als Generalinspekteur aller Forsten im Herzogtum (Personalregister der Cammer- und Klosterverwaltung des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttelschen Teils - Forst- u. Jagdbeamte 1550-1806). Sein unehelicher Sohn Wilhelm Johann Meseberg gehörte schon als Jagdjunker zum Hofgefolge im Wolfenbütteler Schloss und heiratete die Hofdame Friederike Philippine Haberstroh; durch die Schwarzenburger Standeserhebungen wurden er und seine Eheliebste dann am 19. Mai 1716 für 200rh Taxa neu geadelt.

Schloss Blankenburg
Schloss Blankenburg Das Geld stammte aus dem Erlös einer Silbermine seines Großvaters Gerhard im Kreis Sangershausen, mit dem Wilhelm Johann dankbar auch dem Herzog aushalf, dessen Hofhaltung sowie die Neugestaltung des Schlosses in Blankenburg ein nicht zu stopfendes Loch in die Staatskasse riss. Jedenfalls war Herzog August Wilhelm unserem Ur-Urgroßvater Wilhelm Johann so freundschaftlich-familiär zugetan, dass er am 6. Januar 1723 bei der Taufe von Wilhelm Johann`s Sohn August Wilhelm neben dem Hofrat Haberstroh persönlich als 1. Taufpate im oberen Saal des Edelhofes Gut Boke in Altenrode anwesend war.
Silbertransport bei Stolberg um 1600 Mit diesem Wissen besuchte ich nach mehr als 50 Jahren Familienforschung wieder Wolfenbüttel, auch mit dem Wunsch, noch einmal die Gedenktafel von - vermutlich - Samuel David von Meseberg in einem Seitentrakt in der Fürstengruft unter der Hauptkirche (Marienkirche) wieder zu finden. Dieser war als junger Zögling der damaligen Ritterakademie im spanischen Erbfolgekrieg mit drei weiteren Familienmitgliedern gefallen und danach durch einen Staatserlass des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg besonders geehrt worden. Sein Name Meseberg auf der Ehrentafel fiel im Jahre 1956 dem damaligen Küster auf, weil die Schwester seines Schwiegervaters eine geborene Meseberg war.

Ritterakademie Wolfenbüttel
Ritterakademie Wolfenbüttel

Nun, die Tafel habe ich nicht mehr gefunden. Noch vor 1960 wurde der Seitentrakt aus statischen Gründen (Bodenabsenkung) zugemauert. Auch ist das Kirchenbuch für die Zeit um 1723 (Eintrag der Taufe von August Wilhelm von Meseberg) aus der Pfarrei in Ilsenburg/Harz vermutlich seit 1985 spurlos verschwunden. - Was ich aber fand, waren liebenswerte freundliche Wolfenbütteler, die mir bei meiner Suche halfen und sehr wertvolle Hinweise gaben, Ein besonderer Dank an dieser Stelle Herrn Fink (Küster der Hauptkirche Wolfenbüttel) und Herrn Dr. Grothe (Leiter des Schlossmuseums in Wolfenbüttel).
Noch ein letzter Satz: mein Besuch war viel zu kurz. Man spürt förmlich, da gibt es noch viel zu entdecken und aufzufinden, nicht nur Familiengeschichte. Der Abschied stimmte dann etwas wehmütig, auch wenn ich mir fest vornahm: ich komme bestimmt wieder!
Uwe Meseberg, am 22. Juli 2009


Reise Nr. 10 im Jahre 2010:

Kreuzritterburg Anamur in Anatolien



Reise 12: 2011 Schloss Meseberg und Groß-Ammensleben



Mesebergs bei Demuth
Alois Demuth, ehemaliger Ortsvorsteher von Meseberg (Bild mit Angela Merkel und George W. Bush)

Mesebergs beim Schlosswirt

)



Klosterkirche in Groß-Ammensleben mit Sarkophag des Dietrich II.

Aus der Klosterchronik


965 Groß-Ammensleben - urkundliche Erwähnung durch Kaiser Otto I.
1016 Trauung von Dietrich I. mit Dignamenta Margaretha
1056 Tod Dietrich I.
1110 Dietrich II. und Amulrad (verwitwete Meseberg) stiften Eigenkirche
1197 Wiederausfbau des Klosters nach Feuersbrunst


Reise 13: 2011 Burg Eltz und Reichsburg Cochem

Burg Eltz Wappen von Lützow
Wappen der von Lützows im Fenster der Burg Eltz
Das Wappen ist fast identisch mit dem Meseberger Wappen.
Wappen von Lützow

1088 Gegenkönig Hermann I. von Salm wurde auf Burg Cochem im Kampf erschlagen.



Reise 14: 2012 von Corvey nach Myra - in 600 Jahren

Was wir entdecken: in den Mauern des Klosters (Vorhof zum Kircheneingang) zeigt sich u.a. das Wappen der Lützows, das ja auch unserem Meseberger Familienwappen gleicht: im Schild eine viersprössige Leiter, diesmal liegend. Beide Familien stehen für den Kampf der Christen gegen die Slaven (Sturmleiter), also Symbol im Kampf um die Verbreitung des Christentums, wofür ja Kloster Corvey der wichtigste Ausgangspunkt in der Region war.

Und noch etwas bemerkenswertes: das Kirchengewölbe mit der Kaiserloge ähnelt in ungewöhnlicher Weise dem Gewölbe der Nikolauskirche in Myra/Lykien (Zeitsprung ca. 800 Jahre).

Uwe Meseberg, 9. April 2012

Reise 14

Amulrad von Ammensleben (verheiratet mit Egbert von Harbke & Meseberg) war die Enkelin von Amulrad von Morsleben & Meyendorf. Die Familien Harbke und Meyendorf gehören zum Stamm der Haolden, die Meyendorfs - verwandt mit den Ottonen und nur dem Kaiser unterstellt - standen zudem im Zusammenhang mit Schenkungen im Jahre 856 und 900 n. Ch. an das Kloster Corvey. Ein Kapitel der Frühgeschichte des Mittelalters: Verbreitung des Christentums durch die Karolinger und später Verwaltung durch die Ottonen und andere und deren sächsische Vasallen. Somit steht der Familienverbund, aus dem die Linie Meseberg hervorging, in den vordersten Reihen auch im Filioque-Streit um Glaube und Macht. Die von Ammensleben hatten familiäre Verbindungen zu den Saliern und dem Gegenkönig Herman von Salm, ein Enkel des Erp von Meyendorf wurde Papst und krönte Heinrich III. in Rom zum Kaiser, sein Schwager war Erzbischof in Magdeburg.

Reise 14 Kirchengewölbe Corvey

Dies alles war ein Grund, das Kloster Corvey zu besuchen, nicht in der Hoffnung, die Quelle unserer Familie noch weiter in die Vergangenheit zu verfolgen, vielmehr um einen Eindruck einer anderen Zeit durch die Ausstrahlung noch vorhandener Mauern zu bekommen. Und wie schon so oft bei entsprechenden Reisen ergaben sich wieder neue Erkenntnisse, die das vorhandene Bild abrunden, aber auch mit neuen Rätseln versehen. Der Niedergang in der Bedeutung des Klosters besagt ja auch den Niedergang vieler Sachsengrafen und damit auch unsere Familiensippe durch den Machtschwund. Der Weg der Kaiser war gleich einem Rundkurs: Rom-Aachen-Paderborn- Corvey-Goslar-Halberstadt ..., in seiner Abwesenheit wuchs bei seinen Vasallen und Verwaltern nach und nach eine bedrohliche Opposition, die sich später selbst richtete.
Reise 14 Reise 14


Reise 15: 2012 Der Weg nach Rom - auf den Spuren der deutschen Kaiser

Als Heinrich III. mit seinen Beratern und Freunden zur Kaiserkrönung nach Rom zog, mußte er so wie viele vor und nach ihm über die Alpen. Ausgebaute Pässe wie heute gab es nicht. Wir haben einen der mehreren schweren Wege einmal nachgereist (und zwar Via Mala - Berninapass), der schon von den Römern benutzt wurde, ausgehend vom Schweizer Kanton Graubünden zum italienischen Veltlin. Noch heute stehen römische Wachtürme am Wegesrand, ebenso die Burgen der hier eingesetzten Adelsgeschlechter als lokale Herrscher der späteren mittelalterlichen Verteidigungsbündnisse (Eidgenossenschaften ab 1291, aus denen die Schweiz entstand).

Mit den Augen des unserem Familienverbund angehörigen Suidger an der Seite des "Kaisers" (später Papst Clemens II.) erlebten wir das Abenteuer einer Reise nach Süden bis zu einer Scheitelhöhe von 2.328 Metern und 30 Grad Hitze. Wenn man daran denkt, dies alles zu Fuß mit schwerer Rüstung und Gepäck - kaum vorstellbar. Wir saßen im Bus bzw. Zug und konnten die Landschaft bewundern, der Kaiser sicherlichn nicht.

Der Weg nach Rom, eindrucksvoll und hautnah nachempfunden.

Uwe Meseberg, im Juni 2012


Reise 15 Reise 15
Reise 15 Reise 15
Reise 15 Reise 15
Römer-Kontrollturm und Burg
Reise 15 Reise 14


Reise 16: nach Darlingerode

Liselotte von der Pfalz sagte einmal, Herzog August Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg sei schwul, sein Vorgänger Herzog Anton Ulrich trieb es am Hof zu Wolfenbüttel dafür mit mehreren Damen, so sicherlich auch mit Ernesta, Tochter seines Jägermeisters Wilhelm Johann Meseberg, später nachgeadelt. Sie ist die mutmaßliche Mutter des unehelich geborenen Christian Adolf Meseberg, der ja immer behauptete, auch zur Adelsfamilie zu gehören. Der Sohn von Ernesta`s nachgeadelten Bruder Gerhard Johann wurde dagegen "Opfer" einer lebenshungrigen Rittmeistersfrau um Umfeld des Preußenkönigs. Die dominante Ernesta fertigte in der Zeit, als die Meseberger auf Gut Boke in Altenrode lebten, ein Ölbild von der Wassermühle des Ortes, im Hintergrund der Brocken. Da seinerzeit das Malen bei Frauen unschick war, signierte sie kurzerhand mit Ernst Meseberg.

Die Alte Comturei in Altenrode, wo Ernesta`s Urgroßvater Gerhard von Meseberg schon sein "Unwesen" trieb, ist heute die Heimatstube Darlingerode. Mit diesem Hintergrundwissen und dem besagten Ölbild im Gepäck besuchten wir auf Einladung des Heimatvereins die Heimatstube und übergaben es als Leihgabe während der Festlichkeiten zum Sommerfestes Herrn Förster (Vorsitzender des Heimatvereins).

Ein Rundgang durch die Heimatstube gab hervorragende Einblicke in die Lebens- und Arbeitsweise eines Försters im 18. Jahrhundert.

Uwe Meseberg, im Juli 2012






Das restaurierte Ölbild von Ernst Meseberg fand als Leihgabe nunmehr einen würdigen Platz in der Heimatstube (Heimatmuseum) in Darlingerode. Das Foto entstand anlässlich des Sommerfestes des Heimatvereins am 20. Juli 2013.


Reise Nr. 17 im März/April 2013 - Von Südwestanatolien bis zum Paderborner Dom

Die Schützenkapelle im Nordteil des Paderborner Domes zeigt das Wappenbild des Stifters von Oeynhausen: eine viersprössige Leiter - das gleiche Motiv wie bei der Familie von Lytzow im Vorportal der Klosterkirche in Corvey und das der Kirchenpatrone von Meseberg in Meseberg/Altmark. Inwieweit bei den drei Familien in Bezug auf das gleiche Wappenmotiv ein Zusammenhang besteht, ist unerforscht. Bezogen auf die Edlen von Meseberg ergibt sich eine Wappenreise von Paderborn über Corvey bis hin zur Altmark/Mark Brandenburg sowie Preußen und Herzogtum Braunschweig/Wolfenbüttel, nachzulesen in der Geschichte über den Familienverbund "Meseberg", ausgehend von Mitgliedern der Haoldensippe Meyendorff/Morsleben über die Familien Ammensleben/Harbke bis hin zur Neugründung des Adelsgeschlechtes von Meseberg in der Altmark/Mark Brandenburg. Beim Wappenbild handelt sich um ein religiöses Motiv (eine Leiter hinauf zum Christentum, später auch als Hakenleiter im Kampf gegen Ungläubige). - Bemerkenswerte Erkenntnis: ca. 800 Jahre vor der Verbreitung des Christentums im Frankenland und Sachsen mit Schwert und Kampfleiter überschritt der Apostel Paulus in gleicher Mission die Brücke des Glaubens ohne Waffen!



Uwe Meseberg, im April 2013


Reise Nr. 18 im Jahr 2013 - Zeitreise

Nachdem die bisherigen Reisen sich ausschließlich auf Ereignisse im Bereich der Familienforschung bezogen, ging es in diesem Jahr auf eine Zeitreise durch 2000 Jahre Geschichte. Und siehe da, auch hier fanden wir Gegenständliches aus dem Bereich unserer Familie bzw. aus dem Familienverbund, aus dem die Mesebergs hervorgingen. Eine Reise aus Traum und Wirklichkeit, beginnend in der antiken Welt der Römer und endend mit dem "Tod" der adeligen Herrschaft. Eine Zeitreise zum Träumen oder auch zur Erkenntnis, daß alles lange nicht so romantisch war. Auf jeden Fall aber beeindruckend, die Bilder sprechen für sich, und "Alles" ist noch da, wie die Fotos es zeigen. - Es lohnt, die Reise zu wiederholen.

Reiseverlauf: Weserbergland, Altmühltal, Donaudurchbruch, Kloster Seeon/Chiemgau, Salzburger Land, Etschtal/Region Gardasee, Schwäbische Alp. Mittelrhein/Mosel, Teutoburgerwald, Sachsen, Anatolien, Teneriffa. Die Zeitsprünge in der Bildfolge ergaben sich durch den Verlauf der Reise durch die einzelnen Regionen.


12. Jahrhundert / unversehrt 1037 n. Chr. / uneinnehmbar


1454 n. Chr. / Zuflucht der Franziskaner im Felskloster 965 n. Chr. / Attribut des heiligen Benediktiners St. Wolfgang


1918: Das Ende aller Herrschaft 1838: neugotische Wasserburg der Salzburger Erzbischöfe


1850: Neubau einer Königsburg seit 1667: preuß. Orden "Pour le Merite" auch für zwei Meseberger


1285 n. Chr. / Beispiel für das Ergebnis der Streitigkeiten zwischen germanischen Stämmen

Seit dem 12. Jahrhundert erhalten 1692: nach dem Franzosenkrieg


14. Jahrhundert: der Nachtwächter

814 n. Chr. / Karl der Große 1730 n. Chr. / Rokoko


1670: am Hofe (Barok) 200 n. Chr. die römische Walze


ab 500 n. Chr. römischer Rückzug auf dem Handelsweg von Ansbach nach Venedig


1263: Zollburg 13. JahrhundertBurg am Handelsweg durch das Etschtal


Römerburg 30 n. Chr. Römer-Arena in Verona

Meseberg-Wappen in Verona (Verbindung derer von Scalinger -

Vinzenz zu Burghausen - Formbach/Meseberg- und Lützow)

Scalinger Burg am Gardasee

1000 n. Chr. Städtegründungen 17. Jahrhundert

Fluchtburg von Rinaldo Rinaldini ("Aus demLeben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendrorff)

Oberburg bis 1147 im Besitz der Familie von Gegenkönig Herman (Ehe seiner Schwester mit Dietrich von Ammensleben & Meseberg)

Copyright: Salzburger Burgen & Schlösser
im Salzburger Land: Bollwerk gegen die Türken



Beispiel Bauweise 1000 Jahre nach Christi (Naumburg)


Beispiel Bauweise ca. 1000 Jahre vor Christi (Side/Anatolien)


Spätromanik pur (Naumburger Dom)


Barokanlage der Wittelsbacher


Burg Hornburg 1524 (Götz von Berlichingen, Anführer im Bauernkrieg)


Gebrüder Grimm 1812 - Der Froschkönig -


im Kloster Schöntal

Münchhausenschloss
1668 Münchhausenschloss



Herrenhaus 16. Jhdt. La Orotava
Burg Katzenstein
Burg Katzenstein

Stadtgarde Hallein

Festung Suomenlinna/Helsinki

Gallere Schiffsmuseum Puerto de la Cruz

Castello de Monte Bello (Miniaturwelt Hamburg)

Stonehenge (Merlins Zauberkreis?)

Mountain Michael in Cornwall - auf der Spur von Camelot

Kathedrale in Salisbury
König Artos, Merlin und Sir Gawail

römisches Amphitheater Syracus

Burg in Catania

Zyklopenburg (Sizilien)

Ätna

Schlupfwinkel der Seeräuber bei Stromboli
- Irrfahrten des Odysseus

Blick auf Salina

griechische Säulen

alte Karte

Antike Fundstücke: Linker Teil befand sich im Freiburger Museum und wurde zum 2. Teil in Naxos gebracht.

Höhle des Tyrannen Dionysos

Säulen der Griechen


Monreal mit Burg Löwenburg


Burg Pyrmont


Im ehemaligen kaiserlichen Jagdrevier Bluntautal


Schloss Antonini (Chopin verweilte hier gerne)


Schloss Wilhelmsthal bei Kassel


Burg Schwalbennest


Burg Teck auf der schwäbischen Alp


Reise 19
Theateraufführung in Altenrode im Juni 2015
"Der Silberschatz der Boke"

Theater-Uraufführung in Altenrode/Harz am 20. Juni 2015 über unseren Ahn Gerhard Wilhelm (1641-1720) mit dem Titel Der Silberschatz der Boke
Theater-Uraufführung in Altenrode/Harz am 20. Juni 2015 über unseren Ahn Gerhard Wilhelm (1641-1720)
mit dem Titel “Der Silberschatz der Boke”.


Reise 20: 975-Jahrfeier: historischer Umzug in Harbke am 5. Juli 2015





Die Pest Bürgertum
Schlossruine


1000-Jahrfeier Altenrode/Harz (letztes Domizil des Adelsgeschlechtes Meseberg über 4 Generationen).

675-Jahr-Feier in Meseberg/Altmark



Reise 21

Unversehrte Zeugnisse der Vergangenheit

Burg Tourant Burg Eltz


Fresken Kirche Alken/Mosel Reichsburg Cochem


Burg Wartburg Exponat im Dom zu Naumburg

Wappen
Wappen Doppelleiter Burg Bran ( Habsburg-Lothringen)

Hochkönigstein märchenhafte Burg Gös-Weinstein
Höhenburg Hochkönigstein märchenhafte Burg Gös-Weinstein


Insignien der Kaiser Reichsburg Trifels

Schloss_Chillon
Bild links: Wasserburg Chillon Bild rechts: Königsburg Heinrich I., ab 966 n. Chr. weltliches Damenstift Quedlinburg

Burg Berlepsch Burg Berlepsch
Burg Berlepsch

Burg Bürresheim Burg Turku (Finnland)
Bild links: Burg Bürresheim Bild rechts: Burg Turku (Finnland)

Schloss Kalmar (Schweden)
Schloss Kalmar (Schweden)

Burg Querfurt Kölner Dom
Bild links: Burg Querfurt Bild rechts: Kölner Dom


im äußersten Osten der Oberlausitz (Bautzen, Zittau)

Dom Stendal Dom Stendal

Dom Stendal

Schloss Braunfels Burg Altena
Bild links: Schloss Braunfels (Bildquelle Wikipedia) Bild rechts: Burg Altena (Bildquelle Wikipedia)

Burg Osterwitz Schloss Marienburg
Bild links: Burg Osterwitz (Bildquelle Wikipedia)Bild rechts: Schloss Marienburg (Bildquelle Wikipedia)

Veste Coburg Veste Coburg
Bild links: Veste Coburg (Bildquelle Wikipedia)Bild rechts: Burg-Spektakel

Veste Coburg Zollburg Laufen
Erbhof Thedinghausen bei Bremen (Weser-Renaisance)Zollburg Laufen (Schaffhausen) 900 n. Chr.
Fresken in der Peterskirche (Lindau/Bodensee) 1000 n. Chr.
Fresken in der Peterskirche (Lindau/Bodensee) 1000 n. Chr.

Burg Kriebstein
Burg Kriebstein

Schloss Sigmaringen
Schloss Sigmaringen


Burg Liechtenstein (Österreich) Von Bwag - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57858198.

Burg Kreuzenstein (Österreich) Von Bwag - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68582979.


Castillo de Loarre - Foto: Von Josue Mendivil - originally posted to Flickr as Castillo de Loarre, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5874275

Bamburgh
Bamburgh

Carcassonne Chateau comtal et Porte d`Aude
Carcassonne Chateau comtal et Porte d`Aude


Burg San Marina


Mittelalterliche Hafeneinfahrt


Kloster Eberbach
Marksburg
Marksburg


Aachener Kaiserdom (8. Jahrhundert)


Kathedrale in Le Mans (12. Jahrhundert)


Rheinburg Sonneck


Ronneburg


Burg_Seebenstein


Burg Tarasp


Reise 22

Treffen des Freundeskreises Meseberg auf Schloss Meseberg am 11. Juni 2016

Beeindruckender konnte es kaum sein: das Treffen unseres Freundeskreises "MESEBERG" am 11. Juni 2016 auf Schloss Meseberg bei strahlendem Kaiserwetter und einer Kulisse von ca. 3000 Besuchern. Es war der Tag der Begegnungen mit dem Architekten Ulli Böhme, der Familie Kapphengst, die Bekanntschaft unserer Britta mit der Familie von der Groeben und der Kontakt unseres Christian zur Familie von Krosigk, alle Wegbegleiter unserer Familie. Dazu das Fernsehteam vom Sender RBB, der zu Ostern 2017 u.a.einen Beitrag über das Schloss Meseberg und die Familie Meseberg ausstrahlen wird.
Alle Beteiligten waren begeistert und tief beeindruckt. Wahrscheinlich macht es der vom Ort und Schloss ausgehende Zauber, wie es ja schon der Dichter Theodor Fontane einst beschrieb. - Unser nächstes "Treffen Freundeskreis Meseberg" findet am 17. Juni 2017bei Helga und Reinhard in Meseberg bei Osterburg in der Altmark statt.



Treffen Freundeskreis Meseberg vor dem Schloss


Familientreff im Schlosspark Fernsehteam RBB


Familientreff Yrjölä auf Westergàrd / Finnland Sommerfest Heimatverein Darlingerode 2016 (Archivar Familie Schröder)




Treffen Freundeskreis Meseberg Juni 2017 vor der Kirche in Meseberg-Altmark

Das Treffen unseres Freundeskreises Meseberg vom 16. bis 18. Juni 2017 in Meseberg bei Osterburg (Altmark) stand für mich überraschenderweise ganz im Zeichen unseres Spitzenahn und Stammvater der letzten Dynastiereihe auf Gut Meseberg/Altmark, nämlich David von Meseberg. Grund dafür war u.a. der Besuch des Schlossparks in Krumke, der wie der Park zu Harbke (Ekbert von Harbke & Meseberg) und Drübeck (Kloster unweit vom Mesebergschen Gutshof Boke in Altenrode) zu dem Ensemble „Gartenträume“ gehört. Ein guter Grund, wieder einmal in die Chronik zu schauen und mein Wissen wieder aufzufrischen. David war mit einer Tochter der Familie von Redern verheiratet, die im 16./17. Jahrhundert neben Schloss Friedland sowie dem Haus Pariser Platz Nr.1 in Berlin (heute Hotel Adlon) u.a. auch das Anwesen Krumke besaßen. Die Verbindung wird durch die Figurengrabplatte an der Nordwand der Meseberger Kirche dokumentiert, u.a. sind die Familienwappen beider Adelsgeschlechter auf der Grabplatte dargestellt. Unser traditionelles Gruppenfoto entstand dann vor dem Eingang des ehemaligen Mesebergschen Erbbegräbnisses, über dessen Torbogen die Wappentafel mit den Wappen des Samuel Christoph von Meseberg und seiner Ehefrau Hermine Charlotte Sophie Henriette geb. von Borck zu sehen ist . Samuel Christoph war Kommandeur des 3. Regiments Garde vom preußischen König, ihm wurde der höchste preußischen Orden verliehen.

Wieder einmal gab es für uns ein Wochenende bei Kaiserwetter und Kaiserstimmung, und ich denke, alle Teilnehmer werden diese Tage in steter Erinnerung behalten. Mit der weiteren Begehung der restaurierten Bockwindmühle Meseberg gelang Gastgeberin Helga Beckmann, uns einen tiefen Einblick in die Aktivitäten der Meseberger in und um das schön gelegene Meseberg in der Altmark zu geben , und jeder von uns spürte die Verbundenheit mit einer bedeutenden Kultur und deren Nachlass, der sicher nicht einfach zu verwalten ist.

Im kommenden Jahr wird unser nächstes Treffen in Meseberg in der Nähe von Magdeburg stattfinden, sowie möglicherweise auch ein Besuch von Darlingerode/Altenrode anlässlich der 1000-Jahr-Feier des Ortes, wo im 17./18. Jahrhundert vier Generationen unseres Harzer Familienzweiges im Forstdienst stehend wohnten.

22. Juni 2017




Wappen von Darlingerode (Domizil der Meseberger Förster)

Wappen von Wörrstadt/Pfalz (Lehnsherren von Wörrstadt waren Angehörige der Familie von Salm-Salm

Unser Treffen „Freundeskreis Meseberg“ vom 6. bis 8. Juli 2018 in Meseberg/Bördekreis
Es war einmal mehr ein großes Erlebnis bei herrlichem Sommerwetter, und alle Teilnehmer nahmen einen tiefen Eindruck mit nach Hause. Sicherlich ein verpasstes Abenteuer für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten. Gastgeber Ute und Wolfgang Schulze (Ortsbürgermeister in Meseberg) hatten perfekt den Zeitablauf organisiert, dazu unterstützt durch Wolfgangs Bruder Christian, was den Besuch in Magdeburg anbelangte. Sehr beeindruckend die Führung auf der Klosteranlage Groß-Ammensleben durch den Bürgermeister Dr. Rüdiger Pfeiffer, der als Klostervogt kostümiert die von Dietrich II. von Ammensleben und seiner Ehefrau Amulrad Anfang des 12. Jahrhundert gegründete Klosterdomäne anschaulich erklärte. Ihm an dieser Stelle ein großes danke schön.
Die Anlage ist in der Tat ein Vorzeigeobjekt der Straße der Romanik, in der Bedeutung wohl nur möglich durch die familiäre Anbindung an das Königshaus von Salm (Dietrich II. war Neffe des Königs Hermann I.). Und gerade hier brachte seine Ehefrau unseren Familiennamen Meseberg aus ihrer ersten Ehe mit Ekbert von Harbke & Meseberg in unsere Ahnenreihe, weil sie zuvor in Meseberg (unweit von Ammensleben) wohnte. Man hat das Gefühl, sich auf einer Burganlage zu bewegen, und über dem Schäfertor erstrahlt das restaurierte Figurendenkmal von Dietrich II.
Der anschließende Besuch des Magdeburger Doms konnte das Klostererlebnis nicht übertreffen, obwohl das Bauwerk die versteinerte Geschichte des Mittelalters zeigt. Hier wirkte Amulrads Großonkel Waltard von Meyendorf Anfang des 11. Jahrhundert als Erzbischof. Angehörige des Familienverbundes waren also „mittendrin“.
Ein großer Tag klang aus auf dem Anwesen der Familie Schulze in Meseberg, wo an einer fürstlichen Tafelrunde (Ritterrunde) noch einmal alle Eindrücke des Tages in angeregten Gesprächen vertieft wurden.
Wir denken, ein wunderschönes Wochenende machte Lust auf ein weiteres Treffen unseres Freundeskreises im Nächsten Jahr auf der historischen Klosteranlage in Drübeck unweit von Wernigerode/Harz. Der Termin hierfür wird demnächst abgestimmt und an alle bekanntgegeben.
Anna-Leena und Uwe Meseberg im Juli 2018




Treffen des Freundeskreises Meseberg im Kloster Drübeck


Vom 5. bis 7. Juli 2019 trafen sich Familie und Freundeskreis Meseberg zum 5. Mal, diesmal im Kloster Drübeck bei Darlingerode. Nach der Begrüßung und Vorstellung des Programms durch Uwe Meseberg klang der Abend in fröhlicher Runde in der Weinstube des Klosters aus.
Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Familiengeschichte in der Harzregion, eingeleitet durch eine spezielle Führung durch das Schloss Wernigerode. Hier ließ sich der Geschäftsführer der Schloss Wernigerode GmbH, Herr Dr. Christian Juranek, nicht nehmen, uns persönlich durch die Räume des Schlosses zu führen. Zuvor war die Auffahrt zum Schloss mit einem Kutschengespann schon ein extra Erlebnis bei schönstem Sonnenschein. Bestellt war alles vom Vorstandsmitglied des Heimatvereis Darlingerode, Herrn Eberhard Schröder, der uns in Wernigerode und während der Kutschfahrt aufgrund seiner außerordentlichen Kenntnisse in angenehmer Weise die Sehenswürdigkeiten erläuterte. - Das Schloss erbaut im romantischen Stil bedeutet, keine Säule gleicht der anderen! Die ehemaligen Schlossherren, das Grafengeschlecht derer zu Stolberg und Wernigerode, waren ja für 2 Generationen der Mesebergs die Brotgeber. Hier standen im 17. Jhdt. Gerhard und sein Sohn Gerhard Wilhelm von Meseberg im Forstdienst. Zwei weitere Generationen (nämlich Wilhelm Johann und August Wilhelm von Meseberg) bedienten als Forstmeister die Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg ( wohnhaft im Schloss Wolfenbüttel). Alle genannten Mesebergs saßen auf Gut Boke in Altenrode, heute ein Ortstel von Darlingerode. Allen voran schillerte die Person des Oberforst-, Wild- und Jägermeisters Gerhard Wilhelm, der es schaffte, auf nicht ganz legaler Weise durch eigenmächtige Grenzverschiebungen den Stolberger Grafen erhebliche Wälder zu Gunsten des Herzogs Anton Ulrich abzuknöpfen, der ja Unmengen Holz benötigte für sein Lustschloss in Salzdahlum im Stile von Versailles. – Aufgrund dieses historischen Hintergrundes kam die Einladung des Heimatvereins Darlingerode gerade recht, den alten Komturhof zu besuchen. Wir wurden verwöhnt bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen mit einer Filmvorführung über das Theaterstück „Der Silberschatz der Boke“, wo es u.a. um den legendären Silberschatz des Gerhard Wilhelm von Meseberg im 17. Jhdt. ging. Danach entstand das legendäre Gruppenfoto vor dem Heimatmuseum, und es war als wären wir alle eine Familie, die durch dick und dünn geht! Als neue Mitglieder unseres Freundeskreises zeigten sich Kathrin und Eberhard Schröder, die beide gern zu unserem 6. Treffen im nächsten Jahr am Tag des offenen Denkmals auf Schloss Meseberg kommen möchten. Unser Dank sei hier auch bekundet an den Bürgermeister und Vorsitzenden des Heimatvereins Darlingerode, Herr Werner Förster, an unseren Freund und Schauspieler Stephan Schädel, an den lieben Herrn Härtel, der die Schätze des Heimatmuseums zu hüten weiß, und an Rosi und Hans Germer.
Nach dem abendlichen Grillen klang der Abend aus in fröhlicher Runde in der Weinstube des Klosters mit dem obligatorischen Ritterschlag für Georg Schulze. Am Sonntag nach der ausgiebigen Führung durch das Klostergelände fiel der Abschied nach einem solch erlebnisreichen Wochenende doch sehr schwer, hatten wir uns doch in so kurzer Zeit lieb gewonnen.

Treffen des Freundeskreis Meseberg vom 4.-6.9.2020

Unser Besuch bei Albrecht (der Bär) und der Aufstieg zur Burg Falkenstein

Ballenstedt war der ideale Ausgangspunkt für das 6. Treffen unseres Familien- und Freundeskreises Meseberg. Zum einen bezogen auf unsere Familiengeschichte im 12. Jhdt. n. Chr. und die Verbindung zu den Askaniern und den Harzgrafen, zum anderen auf die besuchten Orte Schloss Ballenstedt, Burg Falkenstein und die Harzköhlerei Stemberghaus bei Hasselfelde bzw. Blankenburg.

Es waren dabei: von der Familie Heike und Jürgen sowie Anna-Leena und Uwe, vom Freundeskreis Karin und Alois (aus Meseberg bei Gransee/Ruppin) sowie Ulrike und Christian (aus Meseberg bei Wolmirstedt/Bördekreis). Aus Meseberg/Altmark war diesmal zum Bedauern aller leider niemand vertreten.

Für die Teilnehmer wurde das Wochenende wieder einmal zu einem großen Erlebnis, wir wurden verzaubert bei unserem Gang in das Mittelalter und spürten den Hauch eines Märchens. Bis spät in den Abend verbrachte der Kreis gemeinsam in gemütlicher Runde, angetan von den vielen Eindrücken und Geschichten rund um die Ahnen. Aber auch lehrreiche Erkenntnisse wurden erörtert, wie z. B. aus den von unserem Köhler Peter ausgezeichnet vorgetragenen Erklärungen über die weitere Verwendung der Holzkohle oder über die Falknerei als Jagdinstrument des Adels.

Alois versprach, im nächsten Jahr unser 7. Treffen wieder beim Schlosswirt Meseberg zu organisieren. – Nach dem traditionellen Gruppenfoto am Sonntagmorgen fiel der Abschied schwer, das Kaiserwetter lud ein, doch noch ein wenig zu verweilen. Aber danach oben im Schlosspark der grandiose Blick in das weite Land – da wurde es uns bewusst: ein kurzes Märchen ging viel zu schnell zu Ende.

Unser Treffen Freundeskreis Meseberg war für Juni 2020 geplant, aber Corona brachte alles ins Wanken. Eine Terminverschiebung auf September stieß nicht unbedingt auf Zustimmung. Die Hälfte sagte ab. Für 8 Personen war es dennoch wichtig, den neuen Termin (4.-6.9.2020)wahrzunehmen, zumal es wegen der fortlaufenden Unsicherheit möglicherweise unser letztes Treffen sein könnte. Wie auch immer, diesmal sollte das Thema die Nachkommenschaft aus der 2. Ehe der Amulrad von Ammensleben auf den Spuren der Harzgrafen sein. Die Nachkommen aus ihrer 1. Ehe (Linie Meseberg) hatten wir ja bereits bei den vorherigen Treffen abgehandelt. Schwerpunkt hier ist Ballenstedt und die Falkenburg im Harz. Amulrad`s Enkelin Bia heiratete den Grafen Burchard II. von Konradsburg, der die Falkenburg als Fluchtburg erbaute, da sein Vater Egeno II. den Grafen Adalbert II. von Ballenstedt umbrachte. Fortan nannte er sich Graf von Falkenstein. Weil Bia Miterbin von Otto von Hillersleben war, kam ihr Gatte zur Grafschaft Wolmirstedt. Später wurde Burg Falkenstein die Wiege des Sachsenspiegels.

Schon vor dem Treffen gab es im Bereich unserer Familienforschung im Juni einen Höhepunkt, als wir zu Gast im Haus Habsburg Lothringen mit Markus Habsburg in der Kaiservilla Bad Ischl über die geschichtliche Verbindung unserer Familie zum Adelsgeschlecht von Salm/Salm und damit entfernt auch zu den Habsburgern sprachen (vgl. zweite Ehe der Amulrad mit Dietrich II. von Ammensleben – Sohn der Schwester von König Hermann I. von Salm). Die Urgroßmutter von Markus Habsburg ist keine geringere als die Kaiserin Sissi, und seine Großmutter ist eine geborene von Salm/Salm. Bei unserem Besuch hat er uns „scherzhaft“ spontan in den Adelsstand erhoben.


Familientreff

Burg Falkenstein
Gemälde von Burg Falkenstein


Auszug aus dem Sachsenspiegel


Reise 23
Auf der Spur der Harzgrafen

Hallo Herr Dittmann,

gestern besuchten wir bei Kaiserwetter den wunderschönen Ort Zorge. Um 11.00 Uhr waren wir verabredet für eine umfangreichen Führung durch das Museum im Zacharias Koch Haus, wo seinerzeit unser Ahn Wilhelm Johann von Meseberg die letzten 4 Jahre seines Lebens verbrachte. Sehr interessant die vorhandenen Exponate über den Bergbau und die Zeit des Lokomotivbaues in Zorge, aber auch die lokalen Trachten, das Handwerk, das alte Postwesen und die Hauswirtschaft waren sehr umfangreich. Insbesondere interessierte uns natürlich die damalige Jägerei und das Forstwesen. Im Familienbuch von Zorge fanden wir sofort den Eintrag unserer Familie von Meseberg, und wir betrachteten die Ausstellungsstücke über die Holzwirtschaft, die Jagdtrophäen und Jagdwaffen mit besonderen Augen (siehe die Fotos in der Anlage). Im Außenbereich fanden wir sogar alte Grenzsteine über den damaligen Grenzverlauf zwischen dem Königreich Preussen und dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg.

Bitte richten Sie nochmals unseren Dank aus an Herrn Roggenbach, der mit viel Interessen auch an unserer Familiengeschichte uns durch die umfangreichen Sammlungen führte und soweit bekannt an den Wirt der Gaststätte “Die kleine Kommode”.

Soweit sich neue Informationen ergeben, würden wir uns sehr über Ihre Nachricht freuen.

Herzliche Grüße

Anna-Leena und Uwe Meseberg.


Reise 24
Auf den Spuren des Obristen

Vermerk

Unsere Reise am 27. September 2020 nach Potsdam war insoweit erfolgreich, weil wir von Herrn Dr. Wittmer (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg) nachfolgende Hinweise erhielten:

der Wappensaal befindet sich im Schloss Köpenick

Wappensaal im Schloss Köpenick

die Portraitsammlung über ranghohe Offiziere der preußischen Armee (von Vater des Friedrich II.) ist im Schloss Königswusterhausen bei Berlin.

Schloss Königswusterhausen

Ein Torbogen mit dem Meseberg-Wappen auf dem ehemaligen Rittersitz in Meseberg bei Gransee wurde durch einen Traktor zerstört.

Garderegiment
Samuel Christoff von Meseberg, Kommandeur des 3. Garde-Regiments, befehligte die “langen Kerle”, alle über 2 Meter groß

Uwe Meseberg, im Oktober 2020